Erfahrungsbericht Samsung Galaxy S5

Samsung Galaxy S5

Lieferumfang

Die Verpackung des Smartphones ist in einer Holzoptik gehalten. Nach dem Öffnen des Kartons kommt direkt das Galaxy S5 zum Vorschein. Außerdem enthalten sind ein Ladegerät (2A), ein Anschlusskabel (USB auf MicroUSB), In-Ear-Kopfhörer mit Wechselaufsätzen, Kurzanleitungen und Garantieunterlagen.

Lieferumfang des Galaxy S5

Lieferumfang des Galaxy S5

Design

Ich habe das Gerät in der Farbvariante „Shimmery White“. Mein erster Eindruck: das Smartphone ist groß (142 mm x 73 mm x 8 mm), aber nicht zu groß. Ich bin derzeit an ein 4,3″-Zoll-Gerät, das HTC One S, gewöhnt. Das Galaxy S5 ist mit 5,1″ merklich größer, aber es fällt mir nicht störend auf, da es gleichzeitig dünn und – mit 145 g – vergleichsweise leicht ist.
Die Vorderseite wird von dem großen Display dominiert. Unterhalb des Bildschirms befindet sich der von Samsung-Geräten bekannte Homebutton, oben das Samsung Logo, der Telefonlautsprecher, eine versteckte Benachrichtigungs-LED, Helligkeits- und Annäherungssensor und die Frontkamera.
An der Seite verläuft um das Gerät eine chromfarbene Kunststoffleiste. Dort befindet sich am unteren Ende des Smartphones eine Öffnung für das Mikrofon und der Anschluß für das Daten- bzw. Ladekabel hinter einer Schutzklappe. Auf der linken Geräteseite ist die Lautstärkewippe und auf der rechten Seite der Ein-/Aus-Schalter angeordnet.
Die Stirnseite des Geräts bietet Platz für den IR-Sender, ein weiteres Mikrofon und den Headset-Anschluss.
Die Rückseite des Samsung Galaxy S5 wurde neugestaltet und weist jetzt eine golfballartige Strukturierung auf. Dort befindet sich der Lautsprecher, ein Samsung-Logo, der Pulsmesser, ein LED-Blitz und die Hauptkamera.

Verarbeitung und Haptik

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Samsung bleibt sich auch beim Galaxy S5 treu und setzt auf Kunststoff als vorherschendes Gehäusematerial. Das sorgt einerseits natürlich für ein geringes Gewicht, obwohl das Smartphone recht groß ist. Andererseits fühlt sich das S5 nicht besonders wertig an. Besonders die sehr dünne Kunststoffabdeckung des Batteriefachs fällt mir hier negativ auf. Der chromfarbene Rahmen an der Gehäuseseite wirkt inzwischen auch recht antiquiert. Andere Smartphone-Hersteller bieten ein deutlich innovativeres, wertigeres Design.
An der Verarbeitung habe ich bei meinem Testgerät nichts auszusetzen. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt, es gibt keine auffälligen Spaltmaße oder sonstige Mängel.
Insgesamt liegt das Galaxy S5 gut in der Hand. Das dünne Gehäuse und das geringe Gewicht tragen zu diesem Eindruck bei. Allerdings ist mit dem 5,1″-Bildschirm eine Größe erreicht, bei der ich das Smartphone nicht mehr mit einer Hand bedienen kann.

Display

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Der Bildschirm zählt für mich zu den attraktivsten Austattungsmerkmalen dieses Smartphones. Das 5,1″ (12,95 cm) große AMOLED-Display liefert satte Farben, eine ausreichende Helligkeit, sehr gute Schwarzwerte und vor allem eine herausragende Schärfe.
Mit einer Full-HD-Auflösung von 1920×1080 Pixeln und einer Pixeldichte von 432ppi kann Schrift gestochen scharf dargestellt werden. Das Lesen von Texten auf dem Smartphone wird so zu einer Freude.
Farben werden AMOLED-typisch übersättigt dargestellt – das ist Geschmackssache (und kann per Einstellung den eigenen Vorlieben angepasst werden). Schwarz erscheint tatsächlich schwarz. Die maximale Bildschirmhelligkeit reicht aus, um bei direkter Sonneneinstrahlung noch etwas auf dem Display erkennen zu können – der Kontrast nimmt allerdings deutlich ab.

Performance

Das Samsung Galaxy S5 verfügt über einen Quadcore-Prozessor mit 2,5GHz Taktfrequenz und 2GB RAM.
Damit bietet es genug Leistungsreserven um alle Anforderungen des Alltags und auch aufwändige Spiele zu bewältigen. Ich hatte nie den Eindruck, das S5 an seine Leistungsgrenzen zu bringen.
Lediglich auf der Softwareseite sehe ich noch Optimierungspotential. So startet die Kamera-App deutlich zu langsam und die Touchwiz-Oberfläche wirkt zeitweise etwas behäbig. Ich würde eine schlankere, performantere Benutzeroberfläche bevorzugen. Insgesamt gibt es aber an der Leistung nichts auszusetzen.

Akku

Das Galaxy S5 bietet eine gute Akkulaufzeit. Bei normalem Gebrauch ist durchaus eine 2-tägige Nutzungsdauer mit einer Ladung des 2800mAh-Akkus möglich. Dabei nutze ich u.a. Push-Email, Twitter, habe das S5 mit der Gear 2 gekoppelt, fotografiere ein wenig und surfe gelegentlich im Netz.
Bei sehr intensiver Nutzung durch Spielen, Videoaufnahmen, häufig leuchtendem Bildschirm etc. schafft es das S5 immer noch gut über einen Arbeitstag. Ich bin zufrieden.
Durch die Energiesparmodi des Galaxy S5 kann man die Laufzeit erheblich verlängern. Im Ultra-Energiesparmodus wird die Funktionalität des Smartphones auf ein absolutes Minimum reduziert. Dazu beendet das S5 alle nicht benötigten Prozesse, schaltet auf eine schwarz-weiß Darstellung um und dient danach im wesentlichen nur zum Telefonieren und SMS schreiben. Belohnt wird man durch extrem lange Standby-Zeit. Sehr praktisch, wenn man unterwegs ist und bei niedrigem Akkustand noch länger erreichbar bleiben muss.

Konnektivität und Funkverbindungen

Hier lässt das Galaxy S5 keine Wünsche offen. Es beherrscht alle aktuellen Funkstandards: UMTS, LTE und WLAN nach ac-Standard. Darüber hinaus bietet es eine USB-3.0-Schnittstelle, NFC und einen IR-Sender.
Die Geschwindigkeit bei drahtlosen Downloads kann man mit dem sogenannten „Download-Booster“, der LTE und WLAN bündelt, weiter beschleunigen. Berücksichtigt man aber die derzeitigen LTE-Tarife, kommt diese Option wohl nur in Ausnahmefällen in Frage.
Die Empangsleistung im Mobilfunknetz würde ich als sehr gut bezeichnen.
Insgesamt gibt es hier nicht zu meckern.

Audio

Musik-Player des Galaxy S5

Musik-Player des Galaxy S5


Die Sprachqualität des S5 ist beim Telefonieren, sowohl auf Empfänger- als auch auf Senderseite, recht gut. Der Gehäuselautsprecher erreicht eine hohe Lautstärke. Ein Hörgenuss mag sich jedoch nicht einstellen – dazu fehlt es dem winzigen Lautsprecher naturgemäß an Volumen.
Über angeschlossene Kopfhörer habe ich an der Tonqualität des Galaxy S5 nichts auszusetzen. Der Musikplayer bietet darüberhinaus auch vielfältige Moglichkeiten, den Sound per Equalizer an die eigenen Hörgewohnheiten anzupassen. Die beigelegten In-Ear-Ohrhörer sind brauchbar, aber nicht überragend.

Kamera

Samsung Galaxy S5 - Kamera
Ein weiteres Highlight des Galaxy S5 ist zweifelsfrei die Kamera. Samsung hat das Smartphone mit einer 16-Megapixel-Kamera ausgestattet, die Fotos bis zur Größe 5.312 x 2.988 Pixel aufnimmt. Bei Videos steht eine UHD-Auflösung, d.h. 3840×2160 Pixel, zur Verfügung. Die Frontkamera kann Full-HD-Video und Fotos mit 2-Megapixeln aufzeichnen.

Autofokus

Der Autofokus funktioniert schnell und zuverlässig, lässt bei schwierigen Lichtverhältnissen allerdings etwas nach. Auch bewegte Objekte werden recht sicher scharf gestellt.
Ich hätte mir jedoch eine geringere Naheinstellgrenze gewünscht. Makroaufnahmen sind so leider nur sehr eingeschränkt möglich.

Die Bildqualität

Fotos, die mit dem Galaxy S5 aufgenommen wurden, erscheinen detailreich und zeichnen sich durch kräftige, aber nicht unnatürlich übersättigte Farben aus. Besonders bei Tageslicht ist die Bildqualität beachtlich. Hier muss sich das Smartphone definitiv nicht vor einer besseren Kompaktkamera verstecken.
Bei kontrastreichen Motiven hilft die HDR-Funktion dabei, ein ausgewogenes, detailreiches Foto zu erhalten. Das Fotografieren bei schwierigen Lichtverhältnissen und schlechter Beleuchtung, z.B. in der Dämmerung, führt zu einem Detailverlust in den Aufnahmen. Leider geht die Rauschunterdrückung hier zu radikal vor – andere Smartphones beherrschen das besser.
Insgesamt liefert die Kamera aber sehr überzeugende Ergebnisse und es macht Spaß, mit dem Galaxy S5 zu fotografieren.

Video

Das Galaxy S5 kann sogar Video in Ultra-HD-Auflösung, d.h. 3840×2160 Pixel, aufzeichnen. Leider besitze ich keinen Fernseher oder Monitor, der diese Auflösung nativ darstellen könnte. Ich kann daher zur Qualität der Videos keine Aussage treffen. Man sollte jedoch beachten, dass im UHD-Videomodus einige Funktionen nicht zur Verfügung stehen. Der Dual-Camera-Modus, HDR, Effekte, Remote-Sucher und das Aufnehmen von Fotos während der Videoaufzeichnung können hier nicht genutzt werden.
Da nur die wenigsten Smartphone-Nutzer derzeit über entsprechende Anzeigegeräte verfügen werden, bleibt die UHD-Auflösung ein nettes Gimmick ohne echten Nutzen.
Videos in Full-HD-Auflösung zeichnen sich durch kräftige Farben und eine detailreiche Darstellung aus. Der Autofokus reagiert gut, könnte allerdings in manchen Situationen etwas schneller sein.
Gerade beim Filmen bietet die HDR-Funktion einen echten Mehrwert. Damit gelingt es, auch schwierige Beleuchtungssituationen mit hohen Kontrasten so abzubilden, dass Schattenbereiche noch Details aufweisen und Lichter nicht “ausfressen”, also ohne Zeichnung dargestellt werden.
Die Videoqualität gefällt mir sehr gut. Das Material, das ich mit dem Galaxy S5 aufgenommen habe, wirkt auch auf einem 50-Zoll-Full-HD-Fernseher scharf und detailreich. So sollte es sein.

Automatiken und Effekte

Die Kamera-App unterstützt den Nutzer mit vielen sinnvollen Automatiken und Effekten. Exemplarisch möchte ich hier die Modi „Selektiver Fokus“ und „Shot & More“ nennen.

Selektiver Fokus

Vor allem aus der Spiegelreflexfotografie ist ein Look bekannt, bei dem nur ein Bildbereich scharf abgebildet wird und der übrige Teil des Bildes in Unschärfe verschwindet. Üblicherweise wird dies mit weit geöffneter Blende und langer Brennweite realisiert. Physikalische Gründe (im Zusammenhang mit der geringeren Sensorgröße) sorgen dafür, dass Smartphones nicht denselben Effekt erzielen können.
Mit dem Aufnahmemodus “Selektiver Fokus” ist es nun aber möglich, einen ähnlichen Look auch mit dem S5 zu erreichen. Man muss nur darauf achten, nah an einen Bildbereich im Vordergrund heranzugehen (< 50cm). Andere Objekte im Bild sollten dabei deutlich weiter entfernt sein.
Beim Auslösen nimmt die Kamera dann mehrere Fotos auf, bei denen jeweils auf verschiedene Bildbereiche fokussiert wird. Um gute Ergebnisse zu erzielen, sollte man unbewegte Motive bevorzugen und darauf achten, das Smartphone ruhig zu halten. Nach der Aufnahme kann man auswählen, ob im fertigen Foto der Vordergrund, der Hintergrund oder der ganze Bildbereich scharf abgebildet sein soll. Mit etwas Übung gelingen hier sehr ansehnliche Fotos, die man vorher nicht mit einer Smartphonekamera hinbekommen hat. Gefällt mir gut.

Shot & More

Hinter diesem Modus verbergen sich mehrere nützliche Funktionen, die alle darauf basieren, dass die Kamera beim Drücken des Auslösers einige Aufnahmen in schneller Abfolge macht, die anschließend mit einem Effekt versehen werden können.
Zur Auswahl stehen:

Bestes Foto: Hier kann man sich das gelungenste Bild aus der Reihe aussuchen – das S5 macht ebenfalls einen Vorschlag.

Best Face: Bei Gruppenaufnahmen ist es besonders schwierig, alle Personen mit einem ansprechenden Gesichtsabdruck festzuhalten. Eine blinzelt, der nächste schaut weg… Mit Best Face kann man sich aus verschiedenen Fotos die besten Gesichter aller Personen zusammenstellen und so zu einem stimmigen Bild zusammensetzen.

Radierer: Das Brandenburger Tor tagsüber ohne Touristen fotografieren? Kein Problem. Mit der Radierer-Funktion werden unerwünschte Personen aus dem Foto entfernt.

Drama-Aufnahme: Ermöglicht das Festhalten eines Bewegungsablaufs in einem Bild, ähnlich einer Stroboskop-Aufnahme.

Panoramaschwenk: Mit diesem Effekt kann man im Foto einen Bewegungseindruck, wie bei einem Mitzieher-Foto, erzielen.

Insgesamt eine sehr vielseitige Funktion, die zum Spielen einlädt.

Fingerabdruck-Scanner

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Im Vergleich zu seinen Vorgängermodellen bietet das Samsung Galaxy S5 ein komplett neues Feature: den Fingerabdruckscanner. Dieser befindet sich im Homebutton unterhalb des Touchscreens und kann dazu genutzt werden, das Smartphone zu entsperren. Darüber hinaus kann der eigene Fingerabdruck auch beim Einloggen in das Samsung-Konto oder zum Bezahlen mit Paypal eingesetzt werden.
Zunächst muss man einen oder mehrere Finger einlesen. Zusätzlich ist es erforderlich, ein (nicht zu einfaches) alternatives Passwort einzurichten. Sollte das Entsperren mittels Fingerabdruck einmal nicht gelingen, kann man stattdessen das vorher definierte Passwort eintippen. Gerade bei nassen Fingern, Verletzungen an der Fingerkuppe o.ä. kann das vorkommen.
Meistens gelingt das Entsperren des Samsung Galaxy S5 mit dem hinterlegten Fingerabdruck. In jedem Fall sollte man aber darauf achten, seinen Finger gerade und in der richtigen Geschwindigkeit über den Scanner zu ziehen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die Erkennungsrate steigern kann, wenn man den selben Finger zweimal im Samsung S5 hinterlegt. Dabei sollte man den Winkel, mit dem man den Finger über den Scanner zieht, und die Fingerhaltung leicht variieren.
Mit einem anderen Finger ließ sich der Scanner bisher nicht austricksen.
Man sollte aber nicht unerwähnt lassen, dass das Verwenden von Fingerabdrücken zur Sicherung des Smartphones nur einen begrenzten Schutz bietet. Natürlich ist das vollkommen ausreichend, wenn man nur verhindern möchte, dass andere bei kurzer Abwesenheit im Smartphone “herumschnüffeln”. Sollte das Smartphone aber gestohlen werden, lässt sich die Sperre wahrscheinlich aushebeln. Ein Smartphone mit Touchscreen ist üblicherweise übersät mit Fingerabdrücken seines Besitzers. Mit einfachen Mitteln kann man diese Abdrücke sichern und daraus einen “Finger” herstellen, der das Smartphone anschließend entsperrt. Auf eine Anleitung dazu verzichte ich mal – aus nachvollziehbaren Gründen 🙂
Verwendet man biometrische Merkmale, wie Fingerabdrücke, zur Identifikation, sollte man auch Datenschutzbedenken berücksichtigen. Speichert Samsung möglicherweise den kompletten Abdruck oder nur einige Identifikationsmerkmale? Werden die Daten nur auf dem Smartphone oder auch auf Servern im Netz hinterlegt?
Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass ich Samsung vertrauen muss – ich kann jedenfalls nicht überprüfen, was mit meinen Daten geschieht. Man sollte sich daher überlegen, ob der Komfortgewinn durch das Entsperren per Fingerabdruck es wert ist, das Risiko eines Missbrauchs der biometrischen Daten einzugehen.

Leider ist auch die Umsetzung des Fingerabdruckscanners nicht ganz optimal. Samsung setzt auf einen Scanner – der Finger wird also zeilenweise abgetastet. Möchte man das Smartphone entsperren, muss man erst den Homebutton drücken und dann den entsprechenden Finger über den Scanner ziehen. Unterwegs gelingt das nur mit beiden Händen. Die Zeitersparnis hält sich, verglichen mit der Eingabe einer PIN bzw. eines Passworts, in Grenzen.
Apple hat das beim iPhone 5s, meiner Meinung nach, deutlich besser gelöst. Hier erfasst der Sensor den gesamten Fingerabdruck in einem Vorgang. Ein Druck mit dem (richtigen) Finger auf den Homebutton genügt also schon zum Entsperren des iPhones.

Staub- und wasserdicht

Samsung Galaxy S5 im Regen
Wasser ist der natürliche Feind hochwertiger Elektronik. Sieht man einmal von speziellen Outdoor-Geräten ab, bedeutete der Kontakt mit größeren Mengen Wassers zumeist das gewaltsame Ende eines Smartphones. Glücklicherweise haben inzwischen einige Hersteller erkannt, dass es durchaus einen erheblichen Mehrwert darstellt, wenn man sein Telefon nicht vor jedem Regentropfen in Sicherheit bringen muss.
Das Galaxy S5 ist nach IP67 zertifiziert, d.h. es ist staub- und wasserdicht (bei Untertauchen für bis zu 30 Minuten in bis zu 1m Wassertiefe). Sieht man sich das Smartphone genauer an, fallen einem an mehreren Stellen die Maßnahmen ins Auge, die Samsung zum Schutz des Geräts ergriffen hat. Der Micro-USB-Anschluss befindet sich am unteren Ende des Smartphones hinter einer Klappe, die mit einer Gummidichtung versehen ist. Nimmt man die Rückseite des S5 ab, sieht man eine Dichtlippe, die den Bereich um Akku, Sim- und Speicherkarte abdichtet. Der Headsetanschluss, Lautsprecher, Mikrofon, Kamera und Pulsmesser sind offenbar so ausgeführt, dass sie nicht zusätzlich gegen eindringendes Wasser geschützt werden müssen.
Meiner Meinung nach ist die Abdichtung gegen Staub und Wasser ein sehr gutes Feature und ich würde es begrüssen, wenn noch mehr Smartphones derart ausgestattet wären.

Abdeckung des MicroUSB-Ports

Abdeckung des MicroUSB-Ports


Dichtlippe im Akkufachdeckel

Dichtlippe im Akkufachdeckel

Fitness

S Health App
Zu den Neuerungen des Galaxy S5 zählt der integrierte Pulsmesser auf der Rückseite des Geräts. Er besteht aus einem Sensor und einer roten LED. Legt man dort einen Finger auf und startet die Messung in der S-Health-App, dann beleuchtet die LED den Finger und der Sensor kann auf diese Weise die Pulsfrequenz messen. Mir erschließt sich der Sinn eines zusätzlichen Sensors allerdings nicht. Im Play Store sind bereits Apps erhältlich, die ähnliches mit der Smartphone-Kamera und dem LED-Blitz leisten – das funktioniert übrigens auch beim S5. Eine höhere Genauigkeit konnte ich bei meinen Versuchen auch nicht feststellen. Meiner Meinung nach ist der separate Pulsmesser also nur ein Marketingargument.
Die bereits erwähnte S-Health-App kann zur Trainingsüberwachung verwendet werden. Dazu werden Messdaten des Galaxy S5 oder zusätzlich die eines Wearables, wie z.B. der Gear 2, erfasst. Trainingsfortschritte können so nachvollzogen werden. Es stehen Programme für verschiedene Sportarten bereit, die den Nutzer beim Erreichen eines Workout-Ziels unterstützen.
Insgesamt gefallen mir die App und die angebotenen Fitness-Funktionen recht gut. Es stört mich aber, dass ich das Smartphone, z.B. beim Laufen, mitnehmen muss, um die Trainingsparameter zu erfassen. Hier wäre ein Wearable mit eingebauter GPS-Funktion praktischer.

Benutzeroberfläche

Menü des S5
Das Galaxy S5 wird mit Android 4.4.2 und der aktuellen TouchWiz-Oberfläche von Samsung ausgeliefert.
Der Sperrbildschirm, Homescreen, Icons und Menüs wurden im Vergleich zu Vorgängerversionen kräftig überarbeitet. Besonders die Icons sehen jetzt einheitlicher und gefälliger aus. Leider ist das Einstellungsmenü recht unübersichtlich geraten, da alle Optionen in einer langen Liste dargestellt werden, die nicht sinnvoll strukturiert ist. Man kann – bei Bedarf – aber zu einer anderen Menüansicht wechseln.
Insgesamt lässt sich das S5 mit Touchwiz gut bedienen. Manchmal wirkt die Vielfalt der Einstellungsmöglichkeiten etwas überfordernd. Die Samsung-typische Optik durch große Widgets etc. kann nach den eigenen Vorstellungen umfassend angepasst werden. Hinzugekommen ist „MyMagazine“, eine Flipboard-Variante zum Lesen von News, erreichbar auf einem eigenen Screen.
Herstellerspezifische Benutzeroberflächen wie Touchwiz (oder z.B. Sense von HTC) bleiben eine Geschmackssache. Zusammenfassend würde ich das Look-and-Feel aber durchaus als gelungen bezeichnen.

Fazit

Mit dem Galaxy S5 hat Samsung ein gutes Smartphone abgeliefert. Es bietet aktuelle Technik, gute Performance, ein tolles Display und eine sehr gute Kamera in einer zweckmäßigen Verpackung. Mir fehlt allerdings etwas die Innovation bzw. ein Alleinstellungsmerkmal. Die neuen Fitness-Funktionen und der Fingerabdruck-Scanner (beide etwas halbherzig umgesetzt) führen bei mir jedenfalls nicht zu einem unmittelbaren Haben-Wollen-Reflex.
Leider hält Samsung auch an seiner Designsprache und Materialwahl fest. Andere Smartphone-Hersteller beweisen hier mehr Mut und bieten aktuelle Modelle, die das S5 im Hinblick auf Gestaltung und Wertigkeit deutlich übertreffen. Letztendlich muss jeder Käufer den Stellenwert dieser Kriterien für sich selbst bewerten. Ich erwarte allerdings von einem Oberklasse-Smartphone, dass es auch danach aussieht.
Insgesamt bietet das Samsung Galaxy S5 aber ein sehr gutes Gesamtpaket und zählt damit sicher zu den derzeit besten Smartphones am Markt. Ich würde mit einem Kauf allerdings noch etwas warten, bis der Marktpreis weiter gefallen ist.

+ Pro

  • hervorragendes Display
  • sehr gute Kamera
  • staub- und wasserdicht
  • Performance
  • Akkulaufzeit/Energiesparmodi
  • geringes Gewicht, dünn
  • gutes Gesamtpaket

= Neutral

  • Fingerabdruckscanner
  • Pulsmesser
  • Design

– Negativ

  • Haptik
  • Klappe am USB-Anschluss wirkt nicht besonders langlebig
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Samsung Galaxy S5: Die Kamera

Samsung Galaxy S5 - KameraBei der Entscheidung für ein neues Smartphone spielt die Qualität der Kamera inzwischen für mich eine große Rolle. Zwar kann das Telefon eine ausgewachsene Spiegelreflex- oder Systemkamera nicht ersetzen, aber ich habe es ständig dabei und bin so immer in der Lage, ein brauchbares Foto zu machen. In den letzten Jahren sind die Smartphone-Kameras außerdem immer besser geworden und erfüllen inzwischen für viele die Anforderungen an eine Schnappschusskamera.
Als ich erfahren habe, dass ich das Samsung Galaxy S5 testen darf, war ich also besonders darauf gespannt, wie sich die Kamera des Smartphones schlagen wird. Inzwischen konnte ich mir einen guten Eindruck verschaffen und möchte diesen hier darstellen.

Samsung hat das S5 mit einer 16-Megapixel-Kamera ausgestattet, die Fotos bis zur Größe 5.312 x 2.988 Pixel aufnimmt. Bei Videos steht eine UHD-Auflösung, d.h. 3840×2160 Pixel, zur Verfügung. Die Frontkamera kann Full-HD-Video und Fotos mit 2-Megapixeln aufzeichnen.

Kamera-App

Benutzeroberfläche der Kamera-App

Benutzeroberfläche der Kamera-App


Die Kamera App des Galaxy S5 hinterlässt insgesamt einen guten Eindruck. Die Oberfläche wirkt zunächst recht aufgeräumt. Icons am linken Bildrand bieten Zugriff auf das Einstellungsmenü, sowie auf weitere Bildparameter. Der Nutzer kann dort selbst Icons aus dem Menü ablegen und so schnell auf die entsprechende Option zugreifen. In der Grundeinstellung ist dort der HDR-Modus und die Option „Selektiver Fokus“ anwählbar. Außerdem kann man zwischen Haupt- und Frontkamera umschalten.
Auf der rechten Seite der Kamera-App befinden sich die Auslöser für Fotos und Videos, sowie ein Icon zum Auswählen des Aufnahmemodus und, am unteren Rand, ein Zugang zur Galerie.
Leider ist das Hauptmenü recht unübersichtlich geraten, da alle Optionen unstrukturiert in einer großen Liste dargestellt werden. Immerhin sind alle Menüpunkte mit einem erklärenden Icon und einem Beschreibungstext versehen.

Einstellungsmenü der Kamera-App

Einstellungsmenü der Kamera-App

Die Foto-Funktion

Das Galaxy S5 bietet verschiedene Aufnahmemodi, die den Fotografen unterstützen und zu besonderen Bildergebnissen führen sollen. Neben den vorinstallierten Optionen kann man bei Samsung noch weitere Aufnahmemodi herunterladen. Zur Verfügung stehen z.B.:

Schönes Porträt

Der Name ist hier selbsterklärend. In diesem Modus wird ein Filter auf das Foto angewendet, der dazu führen soll, ein Portrait etwas gefälliger aussehen zu lassen, also z.B. Hautunreinheiten abzumildern. Die Stärke des Airbrush-Effekts kann man vor der Aufnahme einstellen. Bei Aktivierung der Frontkamera schaltet das S5 automatisch in diesen Modus – ideal für Selfies.

Selektiver Fokus

Selektiver Fokus

Selektiver Fokus


Vor allem aus der Spiegelreflexfotografie ist ein Look bekannt, bei dem nur ein Bildbereich scharf abgebildet wird und der übrige Teil des Bildes in Unschärfe verschwindet. Üblicherweise wird dies mit weit geöffneter Blende und langer Brennweite realisiert. Physikalische Gründe (im Zusammenhang mit der geringeren Sensorgröße) sorgen dafür, dass Smartphones nicht denselben Effekt erzielen können.
Mit dem Aufnahmemodus „Selektiver Fokus“ ist es nun aber möglich, einen ähnlichen Look auch mit dem S5 zu erreichen. Man muss nur darauf achten, nah an einen Bildbereich im Vordergrund heranzugehen (< 50cm). Andere Objekte im Bild sollten dabei deutlich weiter entfernt sein.
Beim Auslösen nimmt die Kamera dann mehrere Fotos auf, bei denen jeweils auf verschiedene Bildbereiche fokussiert wird. Um gute Ergebnisse zu erzielen, sollte man unbewegte Motive bevorzugen und darauf achten, das Smartphone ruhig zu halten. Nach der Aufnahme kann man auswählen, ob im fertigen Foto der Vordergrund, der Hintergrund oder der ganze Bildbereich scharf abgebildet sein soll. Mit etwas Übung gelingen hier sehr ansehnliche Fotos, die man vorher nicht mit einer Smartphonekamera hinbekommen hat. Gefällt mir gut.

Selektiver Fokus: Nah

Selektiver Fokus: Nah


Selektiver Fokus: Fern

Selektiver Fokus: Fern

Virtuelle Tour

Setzt diverse Einzelaufnahmen zu einer virtuellen Tour zusammen – eine gute Hilfe für Immobilienbilder.

Panorama

Erstellt automatisch ein Panorama aus mehreren Einzelaufnahmen. Man muss lediglich die Aufnahme einmal starten und dann den gewünschten Bereich, in horizontaler oder vertikaler Richtung, langsam abschwenken.

Dual Camera

In diesem Modus können gleichzeitig Fotos/Videos mit Front- und Hauptkamera aufgenommen werden. Das Bild der Frontkamera wird dabei in einem kleinen Rahmen in das Hauptbild eingeblendet. Zur Gestaltung stehen verschiedene Rahmenstile zur Verfügung.

Shot & More

Hinter diesem Modus verbergen sich mehrere nützliche Funktionen, die alle darauf basieren, dass die Kamera beim Drücken des Auslösers einige Aufnahmen in schneller Abfolge macht, die anschließend mit einem Effekt versehen werden können.
Zur Auswahl stehen:

Bestes Foto: Hier kann man sich das gelungenste Bild aus der Reihe aussuchen – das S5 macht ebenfalls einen Vorschlag.

Best Face: Bei Gruppenaufnahmen ist es besonders schwierig, alle Personen mit einem ansprechenden Gesichtsabdruck festzuhalten. Eine blinzelt, der nächste schaut weg… Mit Best Face kann man sich aus verschiedenen Fotos die besten Gesichter aller Personen zusammenstellen und so zu einem stimmigen Bild zusammensetzen.

Radierer: Das Brandenburger Tor tagsüber ohne Touristen fotografieren? Kein Problem. Mit der Radierer-Funktion werden unerwünschte Personen aus dem Foto entfernt.

Drama-Aufnahme: Ermöglicht das Festhalten eines Bewegungsablaufs in einem Bild, ähnlich einer Stroboskop-Aufnahme.

Panoramaschwenk: Mit diesem Effekt kann man im Foto einen Bewegungseindruck, wie bei einem Mitzieher-Foto, erzielen.

Insgesamt eine sehr vielseitige Funktion, die zum Spielen einlädt.

HDR

Foto ohne HDR

Foto ohne HDR: Überbelichtete Bereiche oben und rechts, Treppe im Vordergrund unterbelichtet


Foto mit HDR

Foto mit HDR: mehr Detail in Licht- und Schattenbereichen


ist die Abkürzung für „High Dynamic Range“ – vereinfacht zusammengefasst kombiniert man mehrere, unterschiedlich belichtete Fotos zu einer Aufnahme, die dann Zeichnung, sowohl in den Schattenbereich, als auch in den Lichtbereichen aufweist. Auf diese Weise kann man auch Motive mit großen Kontrastunterschieden, z.B. eine Landschaft bei Sonnenschein, detailreich festhalten. Die HDR-Funktion arbeitet beim Galaxy S5 zufriedenstellend und wirkt nicht zu übertrieben.

Effekte

Hier stehen verschiedene Filter zur Verfügung, die man bereits so oder ähnlich aus diversen Apps, z.B. Instagram, kennt: Vignette, Klassisch, Verblasste Farben, Graustufen, Sepia, Farbton, Türkis, Cartoon, Fischauge, Launisch, Ölpastell, Grob.. Der jeweilige Effekt wird bereits vor der Aufnahme im Sucherbild angezeigt – das ist praktisch. Ich bevorzuge es allerdings, zunächst ein unbearbeitetes Foto aufzunehmen und dann nachträglich einen Filter darauf anzuwenden. So erhält man sich den größtmöglichen Gestaltungsspielraum.

Autofokus

Der Autofokus funktioniert schnell und zuverlässig, lässt bei schwierigen Lichtverhältnissen allerdings etwas nach. Auch bewegte Objekte werden recht sicher scharf gestellt.
Ich hätte mir jedoch eine geringere Naheinstellgrenze gewünscht. Makroaufnahmen sind so leider nur sehr eingeschränkt möglich.

Die Bildqualität

Fotos, die mit dem Galaxy S5 aufgenommen wurden, erscheinen detailreich und zeichnen sich durch kräftige, aber nicht unnatürlich übersättigte Farben aus. Besonders bei Tageslicht ist die Bildqualität beachtlich. Hier muss sich das Smartphone definitiv nicht vor einer besseren Kompaktkamera verstecken.
Bei kontrastreichen Motiven hilft die HDR-Funktion dabei, ein ausgewogenes, detailreiches Foto zu erhalten. Das Fotografieren bei schwierigen Lichtverhältnissen und schlechter Beleuchtung, z.B. in der Dämmerung, führt zu einem Detailverlust in den Aufnahmen. Leider geht die Rauschunterdrückung hier zu radikal vor – andere Smartphones beherrschen das besser.
Insgesamt liefert die Kamera aber sehr überzeugende Ergebnisse und es macht Spaß, mit dem Galaxy S5 zu fotografieren.

Beispielfotos

Video

Auch bei der Videoaufzeichnung bietet das Galaxy S5 verschiedene Modi zur Auswahl. Neben der normalen Aufnahme können eine Zeitlupen- oder Zeitrafferfunktion, sowie die Modi „Ruckelfreie Bewegung“ oder „MMS-Limit“ genutzt werden.

Beispielvideo des Zeitlupenfunktion

Das Galaxy S5 kann sogar Video in Ultra-HD-Auflösung, d.h. 3840×2160 Pixel, aufzeichnen. Leider besitze ich keinen Fernseher oder Monitor, der diese Auflösung nativ darstellen könnte. Ich kann daher zur Qualität der Videos keine Aussage treffen. Man sollte jedoch beachten, dass im UHD-Videomodus einige Funktionen nicht zur Verfügung stehen. Der Dual-Camera-Modus, HDR, Effekte, Remote-Sucher und das Aufnehmen von Fotos während der Videoaufzeichnung können hier nicht genutzt werden.
Da nur die wenigsten Smartphone-Nutzer derzeit über entsprechende Anzeigegeräte verfügen werden, bleibt die UHD-Auflösung ein nettes Gimmick ohne echten Nutzen.

Beispielvideo
(Leider komprimiert Youtube das Video sehr stark – dadurch leidet die Qualität erheblich. Im Original sind keine Kompressionsartefakte sichtbar.)

Videos in Full-HD-Auflösung zeichnen sich durch kräftige Farben und eine detailreiche Darstellung aus. Der Autofokus reagiert gut, könnte allerdings in manchen Situationen etwas schneller sein.
Gerade beim Filmen bietet die HDR-Funktion einen echten Mehrwert. Damit gelingt es, auch schwierige Beleuchtungssituationen mit hohen Kontrasten so abzubilden, dass Schattenbereiche noch Details aufweisen und Lichter nicht „ausfressen“, also ohne Zeichnung dargestellt werden.

Die Videoqualität gefällt mir sehr gut. Das Material, das ich mit dem Galaxy S5 aufgenommen habe, wirkt auch auf einem 50-Zoll-Full-HD-Fernseher scharf und detailreich. So sollte es sein.

Fazit

Das Samsung Galaxy S5 bietet eine beachtliche Foto- und Videoqualität, die durchaus mit der von besseren Kompaktkameras vergleichbar ist. Leider fallen die Ergebnisse in Dämmerung und Dunkelheit etwas weniger gut aus. Eventuell könnte ein Software-Update, dass die Rauschunterdrückung weniger aggressiv gestaltet, hier Abhilfe schaffen.
Bereits im Auslieferungszustand stehen dem Nutzer einige sinnvolle Aufnahmeoptionen zur Verfügung, die z.T. zu wirklich guten Ergebnissen führen. Hervorheben möchte ich hier den HDR-Modus, den „Selektiven Fokus“ und „Shot&More“.

Das Galaxy S5 ist nicht wasserscheu

Samsung Galaxy S5 im Regen
Wasser ist der natürliche Feind hochwertiger Elektronik. Sieht man einmal von speziellen Outdoor-Geräten ab, bedeutete der Kontakt mit größeren Mengen Wassers zumeist das gewaltsame Ende eines Smartphones. Glücklicherweise haben inzwischen einige Hersteller erkannt, dass es durchaus einen erheblichen Mehrwert darstellt, wenn man sein Telefon nicht vor jedem Regentropfen in Sicherheit bringen muss.
Das Galaxy S5 ist nach IP67 zertifiziert, d.h. es ist staub- und wasserdicht (bei Untertauchen für bis zu 30 Minuten in bis zu 1m Wassertiefe). Sieht man sich das Smartphone genauer an, fallen einem an mehreren Stellen die Maßnahmen ins Auge, die Samsung zum Schutz des Geräts ergriffen hat. Der Micro-USB-Anschluss befindet sich am unteren Ende des Smartphones hinter einer Klappe, die mit einer Gummidichtung versehen ist. Nimmt man die Rückseite des S5 ab, sieht man eine Dichtlippe, die den Bereich um Akku, Sim- und Speicherkarte abdichtet. Der Headsetanschluss, Lautsprecher, Mikrofon, Kamera und Pulsmesser sind offenbar so ausgeführt, dass sie nicht zusätzlich gegen eindringendes Wasser geschützt werden müssen.

Abdeckung des MicroUSB-Ports

Abdeckung des MicroUSB-Ports


Detailaufname der Dichtlippe auf der Akkufachabdeckung

Dichtlippe auf der Akkufachabdeckung


Verlauf der Abdichtung (rot markiert)

Verlauf der Abdichtung


Dichtlippe im Akkufachdeckel

Dichtlippe im Akkufachdeckel

Deckel sorgfältig schliessen!

Deckel sorgfältig schliessen!

Man sollte auf jeden Fall darauf achten, die Rückseite des Smartphones und die Klappe am USB-Port sehr sorgfältig zu verschließen. Nur so ist das S5 hinreichend gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt. Samsung erinnert den Benutzer vorsichtshalber nach jedem Abziehen des Ladekabels oder Neustarten des Geräts daran.

Warnung nach Abziehen des Ladekabels

Warnung nach Abziehen des Ladekabels


Warnung nach Neustart

Warnung nach Neustart

Mein Leihgerät möchte ich nicht unbedingt einem Härtetest unterziehen und verzichte daher auf einen Tauchgang für das Galaxy S5. Auf Youtube gibt es aber zahlreiche Hinweise dafür, dass man das Smartphone problemlos in Wasser tauchen kann und es auch danach noch einwandfrei funktioniert.
Ich habe mich bisher auf die Benutzung im Regen beschränkt und ich kann sagen: mir hat die Feuchtigkeit von oben definitiv mehr ausgemacht als dem Samsung Galaxy S5.

Insgesamt halte ich die Abdichtung gegen Staub und Wasser für ein sehr gutes Feature und ich würde es begrüssen, wenn noch mehr Smartphones derart ausgestattet wären.

Man sollte allerdings nicht außer Acht lassen, dass die IP67-Zertifizierung kein Rundumsorglospaket für den Umgang mit Wasser darstellt. Gerade wenn einem das Smartphone herunterfällt und z.B. in einer tiefen Pfütze oder gar der Toilette landet, dann ist die Wahrscheinlichkeit doch recht groß, dass sich der Akkudeckel lösen kann. Da hilft dann leider auch die Abdichtung nicht mehr…

Der Fingerabdruckscanner des Samsung Galaxy S5

Im Vergleich zu seinen Vorgängermodellen bietet das Samsung Galaxy S5 ein komplett neues Feature: den Fingerabdruckscanner. Dieser befindet sich im Homebutton unterhalb des Touchscreens und kann dazu genutzt werden, das Smartphone zu entsperren. Darüber hinaus kann der eigene Fingerabdruck auch beim Einloggen in das Samsung-Konto oder zum Bezahlen mit Paypal eingesetzt werden.

Zunächst muss man den Fingerabdruckscanner einrichten. Unter Einstellungen > Finger-Scanner findet man das entsprechende Konfigurationsmenü. Ich habe mal ein kurzes Video aufgenommen, in dem man sieht, wie das Einlesen eines Fingerabdrucks funktioniert:

Es ist wichtig, ein (nicht zu einfaches) alternatives Passwort einzurichten. Sollte das Entsperren mittels Fingerabdruck einmal nicht gelingen, kann man stattdessen das vorher definierte Passwort eintippen. Gerade bei nassen Fingern, Verletzungen an der Fingerkuppe o.ä. kann das vorkommen. Meistens gelingt das Entsperren des Samsung Galaxy S5 mit dem hinterlegten Fingerabdruck. In jedem Fall sollte man aber darauf achten, seinen Finger gerade und in der richtigen Geschwindigkeit über den Scanner zu ziehen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die Erkennungsrate steigern kann, wenn man den selben Finger zweimal im Samsung S5 hinterlegt. Dabei sollte man den Winkel, mit dem man den Finger über den Scanner zieht, und die Fingerhaltung leicht variieren.
Mit einem anderen Finger ließ sich der Scanner bisher nicht austricksen.

Man sollte aber nicht unerwähnt lassen, dass das Verwenden von Fingerabdrücken zur Sicherung des Smartphones nur einen begrenzten Schutz bietet. Natürlich ist das vollkommen ausreichend, wenn man nur verhindern möchte, dass andere bei kurzer Abwesenheit im Smartphone „herumschnüffeln“. Sollte das Smartphone aber gestohlen werden, lässt sich die Sperre wahrscheinlich aushebeln. Ein Smartphone mit Touchscreen ist üblicherweise übersät mit Fingerabdrücken seines Besitzers. Mit einfachen Mitteln kann man diese Abdrücke sichern und daraus einen „Finger“ herstellen, der das Smartphone anschließend entsperrt. Auf eine Anleitung dazu verzichte ich mal – aus nachvollziehbaren Gründen 🙂

Verwendet man biometrische Merkmale, wie Fingerabdrücke, zur Identifikation, sollte man auch Datenschutzbedenken berücksichtigen. Speichert Samsung möglicherweise den kompletten Abdruck oder nur einige Identifikationsmerkmale? Werden die Daten nur auf dem Smartphone oder auch auf Servern im Netz hinterlegt?
Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass ich Samsung vertrauen muss – ich kann jedenfalls nicht überprüfen, was mit meinen Daten geschieht. Man sollte sich daher überlegen, ob der Komfortgewinn durch das Entsperren per Fingerabdruck es wert ist, das Risiko eines Missbrauchs der biometrischen Daten einzugehen.

Leider ist auch die Umsetzung des Fingerabdruckscanners nicht ganz optimal. Samsung setzt auf einen Scanner – der Finger wird also zeilenweise abgetastet. Möchte man das Smartphone entsperren, muss man erst den Homebutton drücken und dann den entsprechenden Finger über den Scanner ziehen. Unterwegs gelingt das nur mit beiden Händen. Die Zeitersparnis hält sich, verglichen mit der Eingabe einer PIN bzw. eines Passworts, in Grenzen.
Apple hat das beim iPhone 5s, meiner Meinung nach, deutlich besser gelöst. Hier erfasst der Sensor den gesamten Fingerabdruck in einem Vorgang. Ein Druck mit dem (richtigen) Finger auf den Homebutton genügt also schon zum Entsperren des iPhones.

Ich persönlich setze den Fingerabdruckscanner nur im Rahmen des trnd-Projekts zum Entsperren des Smartphones ein. Bei meinem privaten Telefon bevorzuge ich die Absicherung mit Hilfe eines ausreichend langen, nicht trivialen Passworts. Für Anwender, die bisher aus Bequemlichkeit auf einen Passwortschutz verzichten, wäre die Verwendung des Fingerabdruckscanners aber auf jeden Fall ein erheblicher Sicherheitsgewinn. Mein Paypal- oder Samsung-Konto würde ich dennoch nicht per Fingerabdruck sichern.

Fitness-Funktionen der Samsung Gear 2

Ein wichtiger Anwendungsbereich der Smartwatch ist die Unterstützung bei sportlichen Aktivitäten. Hier hat die Gear 2 einiges zu bieten: Pulsmesser, Schrittzähler, Schlafüberwachung und verschiedene Trainingsprogramme.

Die verschiedenen Funktionen

Pulsmesser

Pulsmesser auf der Unterseite der Smartwatch

Pulsmesser auf der Unterseite der Smartwatch


Die Samsung Gear 2 verfügt auf der Rücksseite über eine grüne LED und eine zusätzliche Kamera, mit deren Hilfe die Pulsfrequenz ermittelt werden kann. Die Messung gelingt meist auch recht gut – man muss aber darauf achten, dass der Sensor nicht auf dem Knochen aufliegt. Die Messwerte werden mit Datum und Uhrzeit gespeichert und können auch in die S-Health-App auf dem Smartphone übertragen werden.
Für sich genommen ist der Pulsmesser ein nettes Gimmick, da er ja nur eine einmalige Messung zulässt. Wirklich nützlich ist eine kontinuierliche Pulskontrolle im Rahmen des Trainings.
Pulsmessung

Pulsmessung

Schrittzähler

Schrittzähler

Schrittzähler

Ich sitze tagsüber lange Zeit am Schreibtisch – daher würde mir mehr Bewegung sicherlich gut tun. Leider ist es gar nicht so einfach zu ermitteln, wie aktiv man sich eigentlich im Alltag verhält. Ein Schrittzähler kann da als Richtschnur dienen. Die Samsung Gear 2 kann, mit Hilfe von Sensoren, die Anzahl der am Tag zurückgelegten Schritte zählen. Daraus ermittelt die Smartwatch auch die zurückgelegte Strecke. Leider kann man die Schrittlänge nicht einstellen. Der angezeigte Wert hat also nur geringe Aussagekraft. Hinterlegt man sein Gewicht und seine Größe (unter Einstellungen > Profil), dann wird auch ein errechneter Kalorienverbrauch angezeigt.
Leider liefert der Schrittzähler nur Orientierungswerte. Beim Mitzählen meiner Schritte über einen kürzeren Zeitraum waren Abweichungen von mehr als 10% keine Seltenheit.
Insgesamt finde ich diese Funktion dennoch sehr nützlich. Man kann sich ein Tagesziel setzen (z.B. 10000 Schritte) und wird dann auch bei Erreichen des Wertes benachrichtigt. Bereits nach der Hälfte des angestrebten Limits erhält man eine entsprechende Mitteilung. Das wirkt motivierend und hat mich auch schon dazu veranlasst, noch einen Spaziergang oder einen zusätzlichen Fußweg einzuplanen, um das Tagesziel zu erreichen.
Gefällt mir.

Schlafüberwachung

Bei dieser Funktion misst die Gear 2 die Bewegungsaktivität ihres Trägers während des Bettruhe und ermittelt so die Gesamtschlafzeit und die bewegungslose Schlafzeit, die als Anhaltspunkte für die Schlafqualität dienen können. Leider stehen nur die Bewegungssensoren zur Beurteilung der Nachtruhe zur Verfügung und die Aussagekraft der ermittelten Werte bleibt so eher gering. Trotzdem ein nettes Feature, das ich aber nur im Rahmen meines Tests ausprobiert habe – eigentlich finde ich Uhren oder Schmuck beim Schlafen eher störend.

Training

Gear 2 - Training

Gear 2 – Training


Die Samsung Gear 2 kann man auch als Trainingsbegleiter und Motivationshilfe einsetzen. Unterstützt werden Laufen, Walking, Radfahren und Wandern. Bei allen vier Sportarten kann man ein Ziel definieren, das man erreichen möchte (Zeit bzw. Dauer des Training, Strecke oder Kalorienverbrauch). Erfasst wird dann jeweils die Trainingszeit, die zurückgelegte Strecke und Pulsfrequenz. In Verbindung mit den Profildaten wird der Kalorienverbrauch errechnet. Die Messwerte werden abgespeichert und auch an die S-Health-App im Smartphone übertragen, so dass ein Trainingsverlauf nachvollziehbar wird.
Zur Ermittlung der Strecke bzw. des Streckenverlaufs muss die Gear 2 mit dem Smartphone gekoppelt sein. Dabei muss GPS auf dem Smartphone aktiviert sein. Das finde ich nicht optimal, da ich eigentlich gerne auf das Smartphone beim Training verzichten würde. Hier bieten Trainingsuhren mit eingebautem GPS-Empfänger einen Vorteil. Leider ist mir auch aufgefallen, dass die ermittelte Streckenlänge manchmal von einer, parallel über die Runtastic-App auf dem Smartphone gemessenen, abweichen kann, wobei die Runtastic-Werte eher der Realität entsprechen.
Die kontinuierliche Pulsmessung funktioniert leider bei mir auch nicht zuverlässig. Die Uhr verrutscht an meinem Arm und das führt zu inkonsistenten, schwankenden Messwerten. Bessere Messwerte erhalte ich nur, wenn ich das Armband unangenehm eng einstelle. Eventuell wäre ein Brustgurt zur Messung der Herzfrequenz (z.B. als Zubehör) die bessere Wahl.
Beim Lauftraining steht zusätzlich noch eine Coaching-Funktion zur Verfügung. Dort kann man einen gewünschten Trainingseffekt vorwählen und wird dann während des Laufens per Vibration und akustischer Ansage auf die richtige Geschwindigkeit geführt. Das funktioniert eigentlich ganz gut – leider macht sich aber auch hier die unzuverlässige Pulsmessung bemerkbar. Man kann einen Maximalpuls voreinstellen – dazu müssten die Messwerte aber konsistent und zuverlässig sein.
Insgesamt finde ich das Laufcoaching für Freizeitsportler aber durchaus interessant.

S-Health-App

S Health App

S Health App


Alle Messwerte der Gear 2 können auf das Smartphone übertragen und dort in der S-Health-App dargestellt und ausgewertet werden. Die App kann die Messwerte des Schrittzählers, des Herzfrequenzmessers und aus dem Trainingsprogramm im zeitlichen Verlauf darstellen. Auf diese Weise wird der eigene Traningsfortschritt nachvollziehbar.
S-Health kann auch ohne gekoppeltes Wearable genutzt werden. In diesem Fall werden die GPS-Daten des Smartphones verwendet. Leider synchronisieren sich Smartphone und -watch nicht automatisch. Starte ich etwa einen Trainingsworkout auf dem Smartphone, so erfährt die Gear 2 nichts davon und ich kann diese auch nicht dazu nutzen, um z.B. eine Trainingspause auszuwählen. Anders herum sehe ich meinen auf der Smartwatch gestarteten Workout erst nach einer manuellen Synchronisation auf dem Smartphone. Hier sollte eine kontinuierliche und automatische Synchronisation stattfinden. Es erscheint mir jedenfalls nicht als sinnvoll, zwei getrennte Datenmengen aufzuzeichen, wenn beide Geräte gekoppelt sind und zusammen bewegt werden.
Insgesamt wirkt die S-Health aber recht freundlich und bietet einige Zusatzfunktionen auf die ich bei meiner Rezensioon des Samsung Galaxy S5 näher eingehen werde.

Meine Einschätzung

Die Fitness-Funktionen zählen sicher zu den wichtigsten Motivationen, sich eine Smartwatch bzw. ein Wearable zu kaufen. Die Aufzeichnung der eigenen Aktivitäten und Trainingsfortschritte beim Sport ist ein sehr interessanter Anwendungsbereich für diese Gerätekategorie. Meiner Einschätzung nach ist die Samsung Gear 2 allerdings nicht für eine ernsthafte Trainingskontrolle geeignet. Dazu ist die Pulsmessung zu unzuverlässig und man ist trotz Wearable auf sein Smartphone angewiesen, wenn man den vollen Funktionsumfang der Fitness-App nutzen möchte. Ein integriertes GPS und somit eine größere Unabhängigkeit würde das Wearable für mich wesentlich attraktiver machen.
Trotz dieser Kritik empfand ich das Tragen der Gear 2 beim Training und im Alltag durchaus als motivierend. Die Festlegung von Tages- oder Traningszielen bei gleichzeitiger Kontrollmöglichkeit hat mich angespornt. Die Messungen sind jedoch nur als Richtwerte und nicht als exakte Daten zu verstehen.
Der Funktionsumfang und die im Moment gebotene Leistung im Fitnessbereich würden für mich allerdings nicht die Ausgabe von 299€ (UVP) rechtfertigen.

Samsung Gear 2

Ich war bisher der Meinung, kein Wearable zu benötigen, da ich weder ambitionierter Leistungssportler noch dauerbeschäftigter Businessmensch bin. Durch das trnd-Projekt habe ich jetzt die Möglichkeit eine Smartwatch, die Samsung Gear 2, intensiv zu testen. In den folgenden Beiträgen möchte ich meinen Eindruck wiedergeben.

Lieferumfang

geöffneter Karton der Gear 2
Die Gear 2 wird in einem Karton in Holzoptik geliefert. Neben der eigentlichen Smartwatch befinden sich eine Ladeschale, ein Netzadapter, Kurzanleitungen und Garantieunterlagen im Lieferumfang.

Design

Samsung setzt bei der Gear 2 auf ein Kunststoffgehäuse in Verbindung mit gebürstetem Metall und Glas. Die Oberseite besteht aus einem Metallrahmen, der das 4,12cm große AMOLED-Display mit Touchscreen einfasst – beides wird durch eine Abdeckung aus getöntem Glas geschützt. Das Uhrengehäuse ist an den Stirnseiten gewölbt. Dort befindet sich, auf der einen Seite, eine physische Taste und, auf der anderen Seite, eine Kamera und ein IR-Sender. Das Armband besteht aus Kunststoff und ist austauschbar. Handelsübliche Uhrenbänder können hier verwendet werden.

Samsung Gear 2

Samsung Gear 2 – gold-braun


Samsung Gear 2 - Kamera

Samsung Gear 2 – Kamera


Die Gear 2 ist in zwei Farbvarianten erhältlich: gold-braun und titan-silver. Zum Testen habe ich die Variante mit braunem Armband, braunem Gehäuse und goldenem Metallrahmen erhalten. Insgesamt gefällt mir das Design der Samsung Gear 2 durchaus. Zwar hätte ich die andere Farbvariante bevorzugt, aber das ist Geschmacksache.
Die Smartwatch wirkt nicht unbedingt klobig, aber sie ist natürlich schon größer und etwas dicker als eine gewöhnliche Armbanduhr. Man benötigt ja auch eine gewisse Bildschirmdiagonale, um das Gerät komfortabel bedienen zu können. Meiner Meinung nach dürfte die Gear 2 aber nicht größer sein.
Insgesamt lässt sich die Smartwatch sehr komfortabel tragen. Das Armband ist flexibel und man kann es an der Schließe gut auf verschiedene Weiten einstellen.

Armband  - Weitenregulierung

Armband – Weitenregulierung

Inbetriebnahme und Einrichtung

Zunächst muss der Akku der Samsung Gear 2 geladen werden. Dazu wird eine kleine Ladeschale an das Uhrengehäuse angeclipst – dabei muss man darauf achten, dass sich die beiden Ladekontakte gegenüber liegen. An der Ladeschale befindet sich ein Micro-USB-Port, in den das Kabel des beiliegenden Netzteils eingestöpselt wird.

Ladeschale des Samsung Gear 2

Ladeschale des Samsung Gear 2


Gear 2 mit angeschlossener Ladeschale und Ladekabel

Gear 2 mit angeschlossener Ladeschale und Ladekabel

Damit die Smartwatch mit dem Smartphone kommunizieren kann, muss man beide zunächst miteinander koppeln. Dazu lädt man auf dem Smartphone, in meinem Fall dem Galaxy S5, zunächst den Gear Manager aus den Samsung Apps herunter und startet die Anwendung. Die Gear 2 wird dort dann als verfügbares Gerät angezeigt und kann durch Antippen ausgewählt werden. Anschließend bestätigt man noch die Kopplungsanforderung auf Smartwatch und -phone. Ist die Bluetooth-Verbindung einmal hergestellt, bleibt sie im Freien etwa bis zu einer Entfernung von 20m bestehen. In Wohnungen ist eine Verbindung durch mehrere Räume möglich. Befinden sich Smartphone und Gear 2 auf verschiedenen Etagen reduziert sich die Reichweite allerdings deutlich. Wird die Verbindung einmal getrennt, stellen die Geräte automatisch wieder eine Kopplung her, nachdem sie sich wieder in Reichweite des Gegenübers befinden.

Die Smartwatch – Grundlegendes

Samsung Gear 2 - Homescreen mit Digitaluhr und Wetteranzeige

Samsung Gear 2 – Homescreen mit Digitaluhr und Wetteranzeige


Samsung setzt bei der Gear 2 auf einen Dualcore-Prozessor mit 1GHZ Taktfrequenz und das Betriebssystem Tizen. Die Bedienung läuft flüssig und reibungslos. Ruckler oder Leistungsengpässe habe ich zu keiner Zeit bemerkt.
Aktivierungsgeste

Aktivierungsgeste


Das AMOLED-Display der Gear 2 ist im Ruhezustand ausgeschaltet. Man aktiviert den Bildschirm entweder über die Ein-/Aus-Taste am unteren Rand der Uhr oder über eine Geste (siehe animiertes GIF-Bild). Leider kommt es häufiger vor, dass der Bildschirm unbeabsichtigt aufleuchtet, wenn man den Arm stärker bewegt.
Nach Aktivierung der Uhr wird der Homebildschirm angezeigt. Sowohl den Hintergrund als auch die Art der Uhrendarstellung kann dem eigenen Geschmack angepasst werden. Neben einigen digitalen und analogen Uhren steht auch eine Digitaluhr mit Zusatzinformationen, etwa dem aktuellen Wetter, anstehenden Terminen oder dem Schrittzähler, zur Auswahl.
Display bei direkter Sonneneinstahlung

Display bei direkter Sonneneinstahlung


Das AMOLED-Display hinterlässt einen guten Eindruck. Es ist recht hell, farbintensiv und scharf. In heller Umgebung verschlechtert sich die Sichtbarkeit allerdings deutlich. Bei direktem Sonnenlicht ist ein Ablesen der Uhr nur beim höchsten Helligkeitswert, dem Outdoor-Modus, bequem möglich. Leider kehrt die Smartwatch nach 5 Minuten automatisch zur normalen Bildschirmhelligkeit zurück, um den Stromverbrauch zu reduzieren. Das kann etwas nerven, wenn man sich an einem sonnigen Tag im Freien aufhält.
Die Bedienung der Gear 2 erfolgt fast ausschließlich über den Touchscreen. Die physische An-/Aus-Taste kann zwar zum Aktivieren des Bildschirms und zur Rückkehr auf den Homescreen genutzt werden – das ist aber nicht unbedingt erforderlich. Durch Wischen nach links oder rechts wechselt man zwischen den verschiedenen Screens der Smartwatch. Dort sind diverse Funktionen bzw. Apps abgelegt. Man kann die Position der Symbole auf den Screens anpassen. Dazu berührt man ein Symbol auf dem Bildschirm und hält es fest. Anschließend kann man dieses an die gewünschte neue Position ziehen.
Zum Starten einer Funktion bzw. App berührt man diese einfach mit dem Finger. Mit einer Wischgeste vom oberen Bildschirmrand nach unten wechselt man jeweils zum vorhergehenden Menü bzw. Screen. Darüberhinaus stehen weitere Wischgesten zur Verfügung. So ist es z.B. innerhalb der Benachrichtigungsfunktion möglich, einzelne Nachrichten durch ein Wischen von links nach rechts aus der Liste zu löschen.
Samsung Gear Manager

Samsung Gear Manager

Die Gear 2 stellt 5 Screens dar. Jeweils 2 sind links und rechts neben dem Startbildschirm durch Wischen zu erreichen. Alle verfügbaren Apps bzw. Funktionen sind über das Menü, das auf einem der Screens abgelegt ist, aufzurufen. Auf diesem Screen befindet sich auch die Einstellungen-App, sowie die Steuerung-App. Wie der Name schon sagt, dient die Einstellungen-App zum Konfigurieren der Gear 2. Hier ändert man den Hintergrund, wechselt zwischen verschiedenen Uhrentypen, konfiguriert die Hardwaretaste usw. Diese Einstellungen kann man aber auch bequemer über den Samsung Gear Manager am Smartphone vornehmen.
Die Steuerung-App ist auch direkt vom Startbildschirm aus erreichbar – durch zweimaliges Tippen mit zwei Fingern. Auf diese Weise kann man schnell die Bildschirmhelligkeit verändern, den Akkuladestand überprüfen oder die Lautstärke anpassen.
Die Hardwaretaste kann zusätzlich als Schnellstart-Taste zum Aufrufen einer bestimmten Funktion genutzt werden. Dazu drückt man die Taste zweimal hintereinander und die, im Einstellungsmenü oder Gear Manager gewählte App wird ausgeführt.

Funktionen der Smartwatch

Uhr

Die Samsung Gear 2 ist natürlich auch eine normale Armbanduhr und bietet, wie andere Chronographen auch, eine Stoppuhr und einen Timer. Zur Smartwatch wird sie aber eigentlich erst in Verbindung mit einem geeigneten Smartphone.

Benachrichtigungen

Dann kann man sich über eingehende SMS- oder WhatsApp-Nachrichten, E-Mails und Telefonate informieren lassen – entweder sehr dezent über einen gut fühlbaren Vibrationsalarm, auf dem Display oder auch akustisch. Im Gear Manager kann man festlegen, über welche Nachrichten man auf der Smartwatch informiert werden möchte.
Geht eine Nachricht ein und man aktiviert dann per Geste oder Taste den Bildschirm, so wird die entsprechende Benachrichtigung sofort angezeigt. Unter dem Menüpunkt Benachrichtigungen kann man aber auch später noch alle Nachrichten einsehen und den Inhalt auch direkt über das Display der Gear 2 ansehen. Leider wird der Status der Benachrichtigungen nicht mit dem Smartphone synchronisiert. Habe ich eine Nachricht etwa auf der Gear 2 schon gelesen, wird diese auf dem Telefon noch als neu/ungelesen angezeigt.

Telefonie

Telefontastatur

Telefontastatur


Darüber hinaus ist es möglich, die Smartwatch als Freisprecheinrichtung zu nutzen. Dies funktioniert natürlich bei ein- und ausgehenden Gesprächen. Möchte man selbst einen Gesprächspartner anrufen, steht dafür ein Tastenfeld zur Eingabe der Nummer bereit oder man wählt direkt einen Kontakt aus.
Die Sprachqualität bei Telefonaten über die Gear 2 ist überraschend gut. Gerade beim Autofahren ist diese Funktion, vor allem in Verbindung mit der Sprachsteuerung über s-Voice, sehr praktisch.

Kamera

Beispielfoto der Gear 2 im Macromodus

Beispielfoto der Gear 2 im Macromodus


Die Gear 2 bietet im Gegensatz zur Gear 2 neo eine eingebaute Kamera, die Fotos mit einer Auflösung von 2 Megapixeln und kurze Videos (15s) in 720p-Auflösung aufnehmen kann. Fokussiert und ausgelöst wird hier über den Touchscreen, indem man auf den Bildbereich drückt, der scharf erscheinen soll. Die Qualität der entstandenen Aufnahmen reicht natürlich nicht an die des Galaxy S5 heran. Für Schnappschüsse, vor allem in Situationen, in denen man sonst keine Kamera dabei hätte, eignet sich die Samsung Gear 2 durchaus. Allerdings nerven die lauten Auslöse- bzw. Signaltöne, die man nicht deaktivieren kann. Ja, ich verstehe, dass man verhindern möchte, dass Menschen heimlich und ohne Einverständnis fotografiert oder gefilmt werden. Leider werden so aber auch verantwortungsbewußte Menschen gegängelt.
Für mich ist die Kamera insgesamt eher ein nettes, zusätzliches Gimmick – ein entscheidendes Argument für die Anschaffung dieser Smartwatch wäre sie sicher nicht.

Fernbedienung

Fernbedienung

Fernbedienung


Neben der Kamera befindet sich auch ein IR-Sender. Man kann die Gear 2 nämlich auch als Fernbedienung einsetzen. Dazu dient die WatchON-Remote-App auf der Smartwatch. Zunächst muss man dort die Geräte einrichten, die man mit der Smartwatch fernbedienen möchte. Dazu wählt man den Hersteller des Geräts aus einer Liste und ermittelt dann über das Ausprobieren verschiedener Tastenfunktionen eine geeignete Einstellung für das jeweilige Modell. Das ist zwar ganz nett, aber mal ehrlich: wer startet eine App auf seiner Uhr und drückt auf fitzelige Bedienelemente auf seinem Uhrendisplay, die auch noch über mehrere Screens verteilt sind, nur um den Fernsehton lauter zu stellen? Wirklich praktisch ist das leider nicht.
Mediencontroller-App

Mediencontroller-App

In eine ähnliche Richtung geht die „Mediencontroller“-App. Diese dient dazu, Medienplayer auf dem Smartphone über die Gear 2 zu steuern. Diese Funktion gefällt mir besser, da ich das Telefon meist in der Hosentasche habe, wenn ich darüber Musik höre. Mit der Mediencontroller-Funktion sehe ich den aktuell wiedergegebenen Titel (inkl. Cover-Art) auf dem Uhrendisplay und kann die Wiedergabe anhalten, den Titel wechseln, die Lautstärke ändern etc. Natürlich braucht es für die meisten dieser Funktionen nicht unbedingt eine Smartwatch – mit den Tasten am Headset kann man ebenfalls den Medienplayer steuern. Da ich aber häufiger normale Kopfhörer ohne Kabelfernbedienung verwende, nutze ich die Mediencontroller-App recht gerne.

MP3-Player

Darüber hinaus stellt die Gear 2 noch einen eigenständigen MP3-Player bereit. Auf der Smartwatch stehen insgesamt 4GB Speicher zur Verfügung, die zum Teil auch für die MP3-Sammlung genutzt werden können. Leider gibt es keine Kopfhörerbuchse an der Smartwatch. Zum Musikhören muss man daher auf Bluetooth-Kopfhörer zurückgreifen. Die Klangqualität kann ich leider nicht beurteilen, da ich keinen entsprechenden Kopfhörer besitze.

Fitness

Einen sehr wichtigen Bereich habe ich bisher ausgelassen: die Fitness-Funktionen. Samsung bewirbt seine Wearables ja schwerpunktmässig mit dem Anwendungsgebiet Sport/Fitness. Daher möchte ich in einem weiteren Beitrag ausführlicher darauf eingehen.

Erweiterbarkeit

Samsung Apps für die Gear 2

Samsung Apps für die Gear 2


Samsung bietet über „Samsung Apps“ bereits einige Zusatzprogramme für die Gear 2 an. Im Moment fehlen mir dort aber richtige „Killer“-Apps, die einen echten Mehrwert bieten. Ein Taschenrechner oder ein neuer Uhrenstyle locken mich jedenfalls nicht hinter dem Ofen hervor. „Big Player“, wie z.B. Runtastic sind noch nicht vertreten. Das mag auf das neue Betriebssystem Tizen zurückzuführen sein (die erste Samsung Gear basierte noch auf Android). Es bleibt abzuwarten, wie sich das Gear-Ökosystem weiterentwickelt.

Akkulaufzeit

Bie intensiverer Nutzung mit ständiger Kopplung mit dem Smartphone, laufendem Schrittzähler, Benachrichtigungen, Nutzung der Kamera, häufig aktiviertem Bildschirm etc. kam ich auf etwa 2 Tage Laufzeit. Bei normaler Nutzung sollten auch drei Tage im Rahmen des möglichen liegen.

Aktionsaufträge: Erste Einschätzungen

In diesem Beitrag möchte ich mich mit den Aktionsaufträgen der Community befassen. Ich habe die Samsung-Gadgets erst einige Tage in Gebrauch und kann daher auch nur eine erste Einschätzung abgeben. Später werde ich einzelne Teilbereiche in separaten Blogposts noch einmal ausführlicher beleuchten.

Reportageaufträge

Bildquelle: trnd

Wie lange hält der Akku, wenn die Geräte wenig bzw. viel genutzt werden?

Bis jetzt hatte ich die Geräte nur 5 Tage im Einsatz und kann daher sicher noch keine abschließende Einschätzung geben.
Bei normaler Nutzung des Galaxy S5 mit Push-Email, Twitter, Facebook, wenig Telefonie und ständiger Bluetooth-Verbindung zur Gear 2 sind etwa 2 Tage Nutzung möglich. Nimmt man zusätzlich viele Fotos oder Videos auf, synchronisiert diese mit Dropbox, schaut Videos und spielt längere Zeit, dann kann der Akku auch schon nach 13-14 Stunden aufgeben. Insgesamt komme ich aber sehr gut über den Tag – auch bei intensiverer Nutzung.

Die Gear 2 hält bei intensiver Nutzung etwa 2 Tage durch. Dabei war die Smartwatch ständig mit dem S5 verbunden, der Schrittzähler oder ein Traningsprogramm aktiviert, ich wurde über Anrufe, SMS und E-Mails informiert, habe Fotos aufgenommen und häufig auf das Display gesehen. Bei geringerer Nutzung sind auch drei Tage Akkulaufzeit möglich.

Wie robust sind die Wearables im Alltag und beim Sport?

Samsung Gear 2Ich gehe sorgsam mit meinen technischen Gerätschaften um und mit einem Leihgerät werde ich keinen ultimativen Belastungstest machen 😉
Meiner Einschätzung nach ist die Gear 2 recht robust. Erschütterungen, Schweiß oder Spritzwasser sind kein Problem. Man kann durch den Regen laufen, sich die Hände zu waschen oder die Uhr auch mal abzuspülen.
Die gebürsteten Metallflächen der Smartwatch (auf der Oberseite und an der Schließe) sind aber durchaus anfällig für Kratzer. Inwiefern das auch auf das Glas des Displays zutrifft weiss ich nicht – das Display meiner Gear 2 ist noch makellos.
Direkte Gewalteinwirkung auf die Gear 2, etwa durch Schläge beim Mannschaftssport, Stürze beim Mountainbiken o.ä., sollte man aber vermeiden.
Letztendlich würde ich die Robustheit mit der einer „normalen“ Armbandnuhr vergleichen.

Wie kommst Du mit der Interaktion von Smartphone und Wearable zurecht?

Gear Manager
Wenn die Bluetoothverbindung zwischen Smartphone und Gear 2 einmal hergestellt ist, dann funktioniert die Benachrichtigung bei Anrufen, Nachrichten etc. auf dem Wearable reibungslos. Auch das Telefonieren und Versenden von Nachrichten gelingt sehr gut. Über die App „Gear Manager“ kann man bequem Einstellungen für die Gear 2 am Smartphone vornehmen.

Wie weit können die Geräte maximal voneinander entfernt sein, um eine optimale Verbindung zu garantieren?

Draußen, bei unverstellter Sicht zwischen S5 und Gear 2, riss die Bluetooth-Verbindung nach etwa 20m ab. Im Haus war ein problemloser Betrieb auf einer Etage (etwa 80m2) möglich. Befinden sich Smartphone und Wearable auf verschiedenen Etagen, getrennt durch eine Stahlbetondecke, nimmt die Reichweite deutlich ab und die Verbindung ist nicht mehr in allen Räumen gegeben. Befindet sich das Smartphone im Haus, reicht die Bluetooth-Verbindung locker bis auf die Terrasse.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Reichweite.

Wie kommen die neuen Kamera-Funktionen des Samsung GALAXY S5 bei Dir an?

Die Kamera liefert hochauflösende Fotos in guter Qualität. Der Autofocus arbeitet schnell und zuverlässig. Die Auslöseverzögerung ist gering.
Mit der HDR-Funktion gelingt es, auch sehr kontrastreiche Motive, z.B. bei Gegenlicht, detailreich abzubilden. Man sieht die Auswirkungen bereits vor der Aufnahme im „Sucherbild“. Gefällt mir gut.
Selektiver FokusMit der Funktion „Selektiver Fokus“ wird eine geringe Schärfentiefe simuliert. Das Ergebnis erinnert an Fotos mit weit geöffneter Blende bei Spiegelreflex- oder Systemkameras. Nach der Aufnahme kann ausgewählt werden, ob der Schärfebereich im Vorder- oder im Hintergrund liegen soll. Ebenso kann der gesamte Bereich des Fotos scharf dargestellt werden („Pan-Fokus). Ein sehr schöner Effekt, den ich gerne nutze.

Wie hilfreich sind die Fitness-Funktionen wie Pulsmesser und Schrittzähler für Dich?

S-Health-AppFür ein ernsthaftes Training sind beide Funktionen, meiner Meinung nach, zu ungenau und unzuverlässig.
Die Pulsmessung der Gear 2 funktioniert bei mir häufiger nicht – ich muss die Smartwatch dann neu positionieren und die Messung wiederholen. Den Pulsmesser des Galaxy S5 halte ich für überflüssig. Mir fällt kein Anwendungsszenario ein, bei dem dieser sinnvoll einzusetzen wäre. Es gibt außerdem bereits Apps, die die gleiche Funktion über die normale Smartphonekamera mit LED-Blitz ermöglichen.
Der Schrittmesser der Gear 2 lässt sich durch Bewegungen des Arms auch im Sitzen überlisten. Darüber hinaus gibt es oft eine deutliche Differenz zum Smartphone. Das Zusammenspiel zwischen Wearable und Smartphone ist verbesserungswürdig.
Trotz dieser Kritikpunkte habe ich die Schrittzählerfunktion durchaus als motivierend empfunden. Man hat einen Anhaltspunkt für den Grad seiner Aktivität im Alltag. Mir ist es schon passiert, dass ich die 10000 Schritte am Tag noch nicht zusammen hatte und dann extra noch einmal vor die Tür gegangen bin, um mein Tagesziel zu erreichen. Als Bonus-Features bin ich daher durchaus zufrieden mit den Fitness-Funktionen. Wäre der Fitnessbereich mein Hauptanwendungsgebiet für das Wearable würde ich eher von der Gear 2 abraten.