Erfahrungsbericht AEG Allergy Kit (AKIT15)‡

‡ Das Erweiterungs-Kit wurde mir für diesen Test kostenlos von Electrolux überlassen. Ich bemühe mich in diesem Erfahrungsbericht um eine unvoreingenommene und ehrliche  Einschätzung.

Insgesamt ist das AEG AKIT15 eine sinnvolle Ergänzung zum AEG ergorapido CX7 (und rapido HX). Die Aufsatzdüsen sind für den jeweiligen Einsatzzweck geeignet und erleichtern die Handhabung des Staubsaugers. Die Qualität der Aufsätze ist in Ordnung – Verarbeitungsmängel gibt es keine.

DSCF9093In meinem letzten Blogpost hatte ich mich bereits eingehend mit dem AEG CX7 2-in-1-Akku-Staubsauger beschäftigt. Zur Erweiterung des Staubsaugers werden diverse Zubehörteile und -sets angeboten. Ich möchte hier meine Erfahrungen mit dem AEG AKIT15 Allergy Kit für ergorapido CX7 & rapido HX6 wiedergeben.

Lieferumfang

Das Set wird in einer transparenten Kunststoffbox angeboten, die später auch zur Aufbewahrung des Zubehörs weiter verwendet werden kann. Zum Lieferumfang gehören eine lange Fugendüse, eine Matratzen- und Polsterdüse BED PRO MINI, eine schonende Oberflächenbürste und ein Adapter zur Verwendung des Zubehörs am AEG rapido HX6.

Beschreibung und Erfahrungen

Fugendüse

Die Düse verlängert den AEG CX7 um ca. 30cm. An ihrer Spitze befindet sich eine abgeschrägte, rechteckige Saugöffnung von ca. 2,5cm*1cm Größe.
Die Fugendüse eignet sich gut, um Staub von Fußleisten zu entfernen oder um schlechter erreichbare Stellen zu reinigen.
DSCF9104Allerdings ist der Aktionsradius bei engen Zwischenräumen eingeschränkt. Beispielsweise befindet sich zwischen einem Bücherregal in meiner Wohnung und der Wand ein etwa 5cm breiter Zwischenraum. Hier gelingt es mir mit der Fugendüse nur, den vorderen Bereich zu saugen. In diesem Fall würde sich sich die zusätzliche Verwendung eines Saugschlauches anbieten. Leider befindet sich dieser aber nicht im Lieferumfang des AEG AKIT15. Bei Bedarf kann man ihn als Bestandteil des AKIT360 oder AKIT360 erwerben.
Insgesamt finde ich die Fugendüse aber durchaus nützlich. Ich verwende sie zum Abstauben der Fußleisten und Zimmerecken.

Matratzendüse BED PRO MINI

Dieser Aufsatz ist zum Entfernen von Staub und Schwebeteilchen auf Betten und Polstermöbeln gedacht.
Er besteht aus einer ca. 16cm breiten Kunststoffröhre mit schmalen Rädern an beiden Enden.
An der Unterseite befindet sich eine 11,5cm x 1cm große Saugöffnung, die an den Längsseiten mit kleinen Textil-„Borsten“ versehen ist.
Die Handhabung gestaltet sich sehr einfach. Man steckt den Aufsatz in den Ergorapido CX7 und fährt dann die Oberfläche der Matratze oder des Polstermöbels ab. Die Rollen sorgen dafür, dass man sich nicht am Untergrund festsaugt. Allerdings sind diese sehr einfach ausgeführt: sie bestehen aus Hartkunststoff und sind schlecht gelagert. Beim Abrollen kratzt hier Kunststoff auf Kunststoff und die Rollen drehen sich nicht immer mit. Es gibt also durchaus noch Optimierungspotential.
DSCF9106Insgesamt erfüllt die BED PRO MINI aber dennoch ihre Funktion. Größere Polsterflächen lassen sich einfach und schnell absaugen und ich habe dabei durchaus den Eindruck, dass die Staubbelastung merklich reduziert wird. Für Ecken und Polsterritzen muss man aber auf eine Fugendüse zurückgreifen, da die BED PRO MINI eher für die Fläche ausgelegt ist.

Schonende Oberflächenbürste

Die Oberflächenbürste ist etwa 20cm lang und 4cm breit. Der gesamte Außenrand ist mit schrägen Kunststoffborsten versehen, die ein sanftes Abstauben von empfindlichen Oberflächen ermöglichen sollen. Die Unterseite ist mit kurzen, samtartigen Borsten abgepolstert. So wird verhindert, dass harte Kunststoffteile mit dem abzustaubenden Objekt direkt in Berührung kommen.

Ich verwende die Oberflächenbürste zum Entfernen von Staub auf Bilderrahmen, Leinwandbildern und Doppel-Rollos.
DSCF9098Gerade die Rollos lassen sich mit herkömmlichen Düsen nur schwer absaugen. Entweder ist die Saugkraft zu stark oder der Kunststoff der Düse reibt sich auf das empfindliche Material des Rollos ab. Mit der schonenden Oberflächendüse gelingt mir das jetzt aber problemlos.
Da es nur zwei kleine Saugöffnungen an der Unterseite der Düse gibt, würde ich sie eher für das regelmäßig Abstauben verwenden. Bei bereits starker Staubauflagerung könnte die Saugkraft zu gering sein.

Fazit

DSCF9093Insgesamt bietet das AEG AKIT15 eine sinnvolle Ergänzung zum AEG ergorapido CX7 (und rapido HX). Die Aufsatzdüsen sind geeignet für den jeweiligen Einsatzzweck und erleichtern die Handhabung des Staubsaugers.
Die Qualität der Aufsätze ist insgesamt vollkommen in Ordnung. Sie sind sauber verarbeitet und der verwendete Kunststoff wirkt durchaus robust.
Lediglich die einfache Konstruktion der BED PRO MINI wäre in meinen Augen noch verbesserungswürdig.
Leider wird bei diesem Set kein Saugschlauch mitgeliefert. Die Fugendüse ist daher in ihrer Einsetzbarkeit eingeschränkt. Um für alle Einsatzzwecke des AEG CX7 gerüstet zu sein, muss man offenbar mehrere Erweiterungs-Kits erwerben.
Die Verpackung des Kits eignet sich wunderbar auch zum Aufbewahren der Aufsätze.

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Erfahrungsbericht AEG CX7-2-35FFP

AEG CX7-2-35FFP 2in1 Akku-Handstaubsauger‡

AEG CX7 in der Ladestation

AEG CX7 in der Ladestation

‡ Der Staubsauger wurde mir für diesen Test kostenlos von Electrolux überlassen. Ich bemühe mich in diesem Erfahrungsbericht um eine unvoreingenommene und ehrliche  Einschätzung.

 

Der AEG CX7-2-35FFP ist ein empfehlenswerter, beutelloser 2-in-1-Akkustaubsauger. Er besticht durch eine einfache Handhabung, flexible Einsatzmöglichkeiten und insgesamt gute Saugleistung. Das Gerät ist stets einsatzbereit und eignet sich daher auch zur Beseitigung von Missgeschicken zwischendurch. Kleinere Schwächen können den positiven Gesamteindruck nicht trüben.

Das Gerät – Features

Der CX7-35FFP ist ein beutelloser 2-in-1-Akku-Staubsauger. Er ermöglicht die gründliche Reinigung von Bodenbelägen mit einer Elektro-Saugbürste. Darüberhinaus kann man den Handstaubsauger entnehmen und separat einsetzen. Für unterschiedliche Einsatzzwecke sind weitere Saugaufsätze als Zubehör erhältlich.
Laut Hersteller bietet der „Li-Power-Akku“ eine Laufzeit von bis zu 35 Minuten im leistungsreduzierten Eco-Modus bzw. 14 Minuten bei voller Leistung.
Ein Zyklonfiltersystem macht Staubsaugerbeutel überflüssig und soll für gleichbleibende Saugleistung sorgen.
Der Bodensauger kann freistehend abgestellt werden und beleuchtet den Saugbereich mit 4 LEDs.

Lieferumfang

Lieferumfang AEG CX7

Lieferumfang AEG CX7

Zum Lieferumfang gehören der teilzerlegte Bodenstaubsauger mit bereits eingesetztem Handsauger inkl. Filter, eine Befestigungsschraube, die Ladestation (2 Teile) mit Netzteil, eine Fugendüse und ein Bürstenaufsatz zum Abstauben, Garantiebedingungen und eine Kurzanleitung.

Inbetriebnahme

Zum platzsparenden Transport wird der Staubsauger teilzerlegt geliefert. Vor dem ersten Einsatz muss man lediglich den Handgriff auf den Staubsaugerkorpus aufstecken und mit einer Schraube fixieren. Dazu wird ein Schraubendreher benötigt, der sich nicht im Lieferumfang befindet.


Auch die Ladestation wird in zwei Teilen geliefert. Hier genügt einfaches Ineinanderstecken. Die Station wird über ein kleines Netzteil mit Strom versorgt. Leider ist das Kabel fest mit dem Gehäuse verbunden – ein einfacher Austausch bei einem Defekt des Kabels oder des Netzteils ist also nicht möglich.
Sollte das Kabel zu lang sein, kann man dieses unter der Station aufwickeln. In der Station ist ein Platz für Zubehör vorgesehen. Dort befindet sich eine Fugendüse und ein Bürstenaufsatz zum Abstauben.

Vor dem ersten Einsatz des Staubsaugers empfiehlt die Bedienungsanleitung, das Gerät 24 Stunden aufzuladen. Dazu hängt man den Staubsauger einfach in die freistehende Ladestation. Der Ladevorgang wird über eine beleuchtete Segmentanzeige auf der Vorderseite des Handgeräts angezeigt.
Mein Gerät signalisierte bereits nach rund vier Stunden einen vollen Ladezustand. Ich habe den Staubsauger dennoch bis zum nächsten Tag in der Station belassen.

Handhabung

Für mich persönlich sind bei der Auswahl eines Staubsaugers vor allem zwei Aspekte relevant: die Saugleistung und eine einfache Handhabung.
Die Funktion und das Reinigungsergebnis des AEG CX7-2 werde ich im nächsten Abschnitt näher erörtern. Zunächst möchte ich auf die Handhabung des Staubsaugers eingehen. Selbst ein saugstarkes Gerät kann sich als ungeeignet erweisen, wenn es schwer und unhandlich ist, so dass ich es nur ungern (und daher selten) einsetze.

Saugen

Staubsauger in Aktion

Staubsauger in Aktion

Der AEG CX7-2 besitzt als Akku-Staubsauger bereits einen entscheidenden Vorteil – er saugt kabellos. Bei meinem bisherigen kabelgebundenen Bodenstaubsauger funktionierte der Kabelaufrollmechanismus nie zuverlässig, das Kabel war zu kurz und ständig im Weg.
Das Saugen mit dem CX7 gelingt dagegen absolut stressfrei. Den Sauger aus der Ladestation nehmen, einschalten und saugen. Der Aktionsradius wird weder durch ein Kabel, noch durch einen Saugschlauch eingeschränkt.

Der Handgriff des Bodenstaubsaugers ist leider nicht höhenverstellbar. Bei groß-gewachsenen Nutzern könnte das zu Problemen bei der Handhabung führen. Mit meiner Größe von 1,75m komme ich jedoch gut mit dem CX7 zu recht.
Der Griff liegt gut in der Hand, die Taster zum Ein- und Ausschalten des Geräts, sowie zum Aktivieren des Eco-Modus, lassen sich gut erreichen. Beim Einschalten saugt das Gerät mit voller Leistung. Ein Druck auf die Eco-Taste reduziert die Saugleistung und verlängert die Laufzeit.

Beim Einsatz des CX7-2 als Bodenstaubsauger rollt das Gerät leichtgängig auf zwei Gummirollen unterhalb der Bodendüse über den Untergrund. Durch leichtes Drehen des Handgriffs kann man die Bodendüse leicht um bis zu 90° nach links bzw. rechts verschwenken. Auf diese Weise erreiche ich auch Nischen und Zimmerecken gut. Hindernisse lassen sich ebenfalls leicht umfahren.
Allerdings wirkt der Schwenkmechanismus auf mich etwas zu leichtgängig. Da sich das gesamte Gewicht des Staubsaugers auf einer Achse von Handgriff zu Bodendüse befindet, würde mir hier ein etwas steiferes Gelenk besser gefallen.
IMG_2799An der Vorderseite der Bodendüse beleuchten vier weiße LEDs den „Fahrtweg“ des Bodenstaubsaugers. Diese Lichtquelle reicht aus, um „Wollmäuse“ unter dem Bett aufzuspüren. Für eine Beurteilung des Saugergebnisses in einem dunkleren Raum hingegen nicht.

Insgesamt bin ich zufrieden mit der Handhabung des CX7 beim Saugen von verschiedenen Bodenbelägen. Sowohl auf Teppich als auch auf Hartboden, in meinem Fall Laminat und Fliesen, rollt das Gerät gut und lässt sich ohne größere Anstrengungen bewegen. Fransen an Läufern bereiten der elektrischen Bodenbürste allerdings prinzipbedingt Probleme. Diese werde aufgewickelt und blockieren zeitweise den Motor. Erst nach dem manuellen Herausziehen der Fransen kann der Saugvorgang fortgesetzt werden.

Saugen mit Handgerät und Fugendüse

Saugen mit Handgerät und Fugendüse

Da es sich beim CX7-2 um ein 2-in-1-Gerät handelt, kann man den Akku-Handsauger auch separat verwenden. Ein Druck auf den Entriegelungsknopf genügt, um den Handsauger aus dem Bodenstaubsauger zu entnehmen. Der Handsauger wirkt zunächst recht groß und man bemerkt auch das Gewicht von etwa einem Kilogramm.
Der Griff liegt jedoch gut in der Hand und man erreicht den Taster zum Ein-/Ausschalten problemlos.

Saugen mit Handgerät und Fugendüse

Saugen mit Handgerät und Fugendüse

Wenn man den Handsauger ohne einen Aufsatz verwendet, kann man den Saugbereich leider nur schlecht einsehen. Mit einem Aufsatz, z.B. der Fugendüse, ist das kein Problem.

Laden

Der Ladezustand wird am Handsauger über eine LED-Anzeige mit drei Segmenten einfach nachvollziehbar dargestellt. Drei beleuchtete Segmente des Akkusymbols zeigen eine Restkapazität von 75%-100% an, zwei Segmente 50%-75%, ein Segment 25%-50% und ein blinkendes Segment signalisiert, dass der CX7 aufgeladen werden muss.
DSC00675Das Verwenden der Ladestation ist sehr unkompliziert. Man hängt den Bodensauger einfach mit einer Aufnahme an der Rückseite in die Halterung der Station ein. Der Sauger wird dann über Kontakte auf der Rückseite geladen.
Der Ladevorgang wird ebenfalls auf der Segmentanzeige dargestellt. Bei geladenem Akku leuchten alle drei Segmente ca. einmal in der Minute für eine Sekunde auf. Leider ist dieses Anzeige sehr hell und lässt sich auch nicht abschalten. Da man eine Steckdose in der Nähe benötigt und mir kein separater Abstellraum zur Verfügung steht, habe ich die Ladestation derzeit im Schlafzimmer aufgestellt. Die Ladezustandsanzeige erhellt bei Dunkelheit leider den gesamten Raum. Abhilfe schafft nur das Abkleben mit dunklem Isolierband. Eine intelligentere Ladeanzeige wäre wünschenswert. Diese könnte sich etwa 5 Minuten nach Erreichen von 100% abschalten und erst bei einem Tastendruck wieder den Akkustand anzeigen.

Akkulaufzeit

In meiner 50m² Singlewohnung reicht ein vollgeladener Akku aus, um im Eco-Modus den gesamten Boden zu saugen.
Bei voller Saugleistung ist es möglich mehrere Läufer, Fußmatten und einen schmalen Hausflur intensiv zu reinigen.
Eine genauere Aussage darüber, ob die versprochenen 35 Minuten Laufzeit im Eco-Modus und 14 Minuten im Power-Modus erreicht werden, möchte ich erst nach dem Durchlaufen einiger Lade-/Entlade-Zyklen treffen.

Leeren und Reinigen

DSC00689Der AEG CX7-2 ist ein beutelloser Staubsauger, der auf ein Zyklonfiltersystem setzt. Zum Entnehmen des Staubbehälters löst man die Verriegelung durch Drücken zweier Tasten im vorderen Bereich. Durch Druck auf zwei weitere Entriegelungstasten kann man den Filter aus dem Behälter herausnehmen. Zur schnellen Reinigung reicht es, den Behälter über dem Mülleimer auszuschütten und den Filter vom Staub zu befreien.
DSC00690Leider verbleibt viel Staub in den feinen Lamellen des Filters. Daher sollte regelmäßig eine vorsichtige Nassreinigung unter lauwarmem Wasser vorgenommen werden. Danach muss der Filter allerdings gründlich getrocknet werden. Mit dem Staubsaugen kann erst nach vollständiger Trocknung aller Teile (etwa 12 Stunden) fortgefahren werden.

Der Staubbehälter lädt sich leider elektrostatisch auf, was dazu führt, dass viel Schmutz daran haften bleibt. Hier erscheint mir eine regelmäßige Nassreinigung ebenfalls sinnvoll.
Das Leeren des Behälters sorgt für eine gewisse Staubentwicklung. Wenn man empfindlich auf Staub reagiert, sollte man dies draußen über der Mülltonne vornehmen.

Die elektrische Bürstenrolle muss gelegentlich von Haaren und Fäden gereinigt werden, die sich beim Saugen um die Rolle gewickelt haben. Dazu bietet mein Modell des AEG CX7-2 die BRUSHROLLCLEAN-Funktion. Zum Verwenden dieser Funktion stellt man den eingeschalteten Bodenstaubsauger auf eine stabile Fläche und betätigt den entsprechenden Fußschalter für etwa 5 Sekunden. Dabei werden Fasern und Haare, unter deutlicher Geräuschentwicklung, zerschnitten und aufgesaugt.

BRUSHROLLCLEAN funktionierte in meinem Test erstaunlich gut. Die Bürstenrolle war, nach einer Feier mit Dutzenden Gästen im Haus und anschließendem Saugen des Hausflures, mit zahlreichen Haaren und Fäden umwickelt. Mit Hilfe der BRUSHROLLCLEAN-Funktion konnte die Bürstenrolle komplett befreit werden. Bei hartnäckigeren Verschmutzungen kann die Rolle aber auch einfach ausgebaut und manuell gereinigt werden.

Insgesamt ist das Leeren und Reinigen des CX7 recht einfach zu erledigen und nicht extrem aufwändig. Allerdings empfinde ich das Wechseln eines Beutels bei einem herkömmlichen Staubsauger als etwas komfortabler und weniger staubig. Hier sollte man aber den Saugkraftverlust bei vollem Beutel und die Zusatzkosten berücksichtigen.

Material und Verarbeitung:

Sowohl der Handsauger als auch der Bodensauger sind vorwiegend aus Kunststoff gefertigt. Die Verarbeitung ist insgesamt ordentlich und wirkt recht solide. In Bezug auf die Haltbarkeit des Gerätes habe ich bisher keine Bedenken. Lediglich der Filter wirkt recht fragil (ist aber als Ersatzteil erhältlich).

Reinigungsleistung / Saugergebnis

Im folgenden Abschnitt beschreibe ich zunächst meine Erfahrungen in Bezug auf die Reinigungsleistung des CX7. Dabei muss zwischen dem Einsatz als Bodensauger mit elektrischer Bürste und dem als Handstaubsauger unterschieden werden. Hier sind unterschiedliche Reinigungsergebnisse zu erwarten.
Meine subjektiven Eindrücke ergänze ich durch einen kleinen Versuchsaufbau mit quantifizierbaren Resultaten.

Versuchsaufbau:

Hierzu verwende ich jeweils 50g Sand, den ich auf einem 0,25m² großen Bereich eines kurzflorigen Teppichs verteile. Der Bereich wird anschließend mit einem zuvor geleerten und gereinigten Staubsauger abgesaugt. Der Inhalt des Staubbehälters wird dann gewogen.

Bodensauger mit elektrischer Bürstenrolle

Subjektiver Eindruck

Die elektrische Bürstenrolle löst Staub, Sand, kleinere Steinchen, Haare u.ä. leicht aus Teppichen. Die Saugkraft des CX7 reicht aus, um diese Verunreinigungen weitgehend rückstandsfrei aufzunehmen. Auf Hartböden werden Verunreinigungen ebenfalls gut aufgenommen und nicht weiter verteilt.
In meiner Wohnung habe ich dies auf kurzflorigen Läufern, Fußabtretern, sowie auf Laminat- und Fliesenboden getestet. Das Reinigungsergebnis ist zufriedenstellend.
Im stark beanspruchten Hausflur, der mit Sisal-Teppichfliesen ausgelegt ist, werden auch grober Schmutz, Haare und kleine Steinchen entfernt.

Versuchsauswertung

DSCF9087Der Bodensauger mit elektrischer Bürste nimmt beim zweifachen Abfahren des Testareals (Längs- und Querrichtung) mindestens 49g des Sandes auf. Vermutlich wird sogar annähernd die komplette Menge aufgesaugt. Leider ließ sich das nicht genauer ermitteln, da der feine Sand aufgrund der elektrostatischen Aufladung des Staubsaugergehäuses innen und außen an der Bodendüse, am Gehäuse, im Filter und am Staubbehälter haftete. Es war anschließend eine intensive Reinigung des Gerätes inkl. Nassreinigung des Filters erforderlich.
DSCF9074Den Eco-Modus konnte ich aus diesem Grund leider nicht mehr zeitnah testen.

Handstaubsauger

Subjektiver Eindruck

Das Reinigungsergebnis fällt insgesamt schlechter aus, da die Unterstützung durch die elektrische Bürstenrolle hier fehlt. Zumindest ist es erforderlich, deutlich öfter dieselbe Stelle abzufahren, um ein ansprechendes Ergebnis zu erzielen. Die Saugleistung reicht ohne weiteres Zubehör aber aus, um Gegenstände abzustauben und festen Schmutz aufzusaugen. Krümel am Frühstückstisch sind schnell beseitigt.
Mit geeignetem Zubehör sollte sich die Reinigungsleistung verbessern lassen.

Versuchsauswertung

DSCF9075Nach mehreren Minuten wiederholtem, intensiven Absaugen des Testareals lassen sich 47g Sand auswiegen.

Fazit: Reinigungsleistung

Insgesamt bewerte ich die Reinigungsleistung als zufriedenstellend bis gut. In meinem tierfreien Single-Haushalt ist der CX7 allen Anforderungen gewachsen und ich habe nach dem Saugen, besonders bei Benutzung der elektrischen Bodenbürste, ein sauberes Gefühl.

Fazit

positiv

  • gute Reinigungsleistung mit elektrischer Bodenbürste
  • Li-Akku: schnelles Laden, recht lange Laufzeit, kein Memory-Effekt
  • schnell einsatzbereit
  • Vielseitigkeit auch in Verbindung mit weiterem Zubehör
  • einfache Handhabung
  • beutellos
  • BRUSHROLLCLEAN-Funktion

neutral

  • Geräuschentwicklung: deutlich bemerkbar aber nicht nervtötend
  • Saugergebnis des Handsaugers ohne Zubehör
  • Schwenkgelenk sehr leichtgängig

negativ

  • Reinigungsaufwand für Staubauffangbehälter und Filter
  • elektrostatische Aufladung des Gehäuses
  • Handstaubsauger recht unhandlich
  • Akku-Ladestandsanzeige sehr hell und nicht abschaltbar

Der AEG CX7-2-35FFP ist ein empfehlenswerter, beutelloser 2-in-1-Akkustaubsauger. Er besticht durch eine einfache Handhabung, flexible Einsatzmöglichkeiten und insgesamt gute Saugleistung. Das Gerät ist stets einsatzbereit und eignet sich daher auch zur Beseitigung kleiner Missgeschicke zwischendurch. Kleinere Schwächen können den positiven Gesamteindruck nicht trüben.

Erfahrungsbericht Samsung Galaxy S5

Samsung Galaxy S5

Lieferumfang

Die Verpackung des Smartphones ist in einer Holzoptik gehalten. Nach dem Öffnen des Kartons kommt direkt das Galaxy S5 zum Vorschein. Außerdem enthalten sind ein Ladegerät (2A), ein Anschlusskabel (USB auf MicroUSB), In-Ear-Kopfhörer mit Wechselaufsätzen, Kurzanleitungen und Garantieunterlagen.

Lieferumfang des Galaxy S5

Lieferumfang des Galaxy S5

Design

Ich habe das Gerät in der Farbvariante „Shimmery White“. Mein erster Eindruck: das Smartphone ist groß (142 mm x 73 mm x 8 mm), aber nicht zu groß. Ich bin derzeit an ein 4,3″-Zoll-Gerät, das HTC One S, gewöhnt. Das Galaxy S5 ist mit 5,1″ merklich größer, aber es fällt mir nicht störend auf, da es gleichzeitig dünn und – mit 145 g – vergleichsweise leicht ist.
Die Vorderseite wird von dem großen Display dominiert. Unterhalb des Bildschirms befindet sich der von Samsung-Geräten bekannte Homebutton, oben das Samsung Logo, der Telefonlautsprecher, eine versteckte Benachrichtigungs-LED, Helligkeits- und Annäherungssensor und die Frontkamera.
An der Seite verläuft um das Gerät eine chromfarbene Kunststoffleiste. Dort befindet sich am unteren Ende des Smartphones eine Öffnung für das Mikrofon und der Anschluß für das Daten- bzw. Ladekabel hinter einer Schutzklappe. Auf der linken Geräteseite ist die Lautstärkewippe und auf der rechten Seite der Ein-/Aus-Schalter angeordnet.
Die Stirnseite des Geräts bietet Platz für den IR-Sender, ein weiteres Mikrofon und den Headset-Anschluss.
Die Rückseite des Samsung Galaxy S5 wurde neugestaltet und weist jetzt eine golfballartige Strukturierung auf. Dort befindet sich der Lautsprecher, ein Samsung-Logo, der Pulsmesser, ein LED-Blitz und die Hauptkamera.

Verarbeitung und Haptik

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Samsung bleibt sich auch beim Galaxy S5 treu und setzt auf Kunststoff als vorherschendes Gehäusematerial. Das sorgt einerseits natürlich für ein geringes Gewicht, obwohl das Smartphone recht groß ist. Andererseits fühlt sich das S5 nicht besonders wertig an. Besonders die sehr dünne Kunststoffabdeckung des Batteriefachs fällt mir hier negativ auf. Der chromfarbene Rahmen an der Gehäuseseite wirkt inzwischen auch recht antiquiert. Andere Smartphone-Hersteller bieten ein deutlich innovativeres, wertigeres Design.
An der Verarbeitung habe ich bei meinem Testgerät nichts auszusetzen. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt, es gibt keine auffälligen Spaltmaße oder sonstige Mängel.
Insgesamt liegt das Galaxy S5 gut in der Hand. Das dünne Gehäuse und das geringe Gewicht tragen zu diesem Eindruck bei. Allerdings ist mit dem 5,1″-Bildschirm eine Größe erreicht, bei der ich das Smartphone nicht mehr mit einer Hand bedienen kann.

Display

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Der Bildschirm zählt für mich zu den attraktivsten Austattungsmerkmalen dieses Smartphones. Das 5,1″ (12,95 cm) große AMOLED-Display liefert satte Farben, eine ausreichende Helligkeit, sehr gute Schwarzwerte und vor allem eine herausragende Schärfe.
Mit einer Full-HD-Auflösung von 1920×1080 Pixeln und einer Pixeldichte von 432ppi kann Schrift gestochen scharf dargestellt werden. Das Lesen von Texten auf dem Smartphone wird so zu einer Freude.
Farben werden AMOLED-typisch übersättigt dargestellt – das ist Geschmackssache (und kann per Einstellung den eigenen Vorlieben angepasst werden). Schwarz erscheint tatsächlich schwarz. Die maximale Bildschirmhelligkeit reicht aus, um bei direkter Sonneneinstrahlung noch etwas auf dem Display erkennen zu können – der Kontrast nimmt allerdings deutlich ab.

Performance

Das Samsung Galaxy S5 verfügt über einen Quadcore-Prozessor mit 2,5GHz Taktfrequenz und 2GB RAM.
Damit bietet es genug Leistungsreserven um alle Anforderungen des Alltags und auch aufwändige Spiele zu bewältigen. Ich hatte nie den Eindruck, das S5 an seine Leistungsgrenzen zu bringen.
Lediglich auf der Softwareseite sehe ich noch Optimierungspotential. So startet die Kamera-App deutlich zu langsam und die Touchwiz-Oberfläche wirkt zeitweise etwas behäbig. Ich würde eine schlankere, performantere Benutzeroberfläche bevorzugen. Insgesamt gibt es aber an der Leistung nichts auszusetzen.

Akku

Das Galaxy S5 bietet eine gute Akkulaufzeit. Bei normalem Gebrauch ist durchaus eine 2-tägige Nutzungsdauer mit einer Ladung des 2800mAh-Akkus möglich. Dabei nutze ich u.a. Push-Email, Twitter, habe das S5 mit der Gear 2 gekoppelt, fotografiere ein wenig und surfe gelegentlich im Netz.
Bei sehr intensiver Nutzung durch Spielen, Videoaufnahmen, häufig leuchtendem Bildschirm etc. schafft es das S5 immer noch gut über einen Arbeitstag. Ich bin zufrieden.
Durch die Energiesparmodi des Galaxy S5 kann man die Laufzeit erheblich verlängern. Im Ultra-Energiesparmodus wird die Funktionalität des Smartphones auf ein absolutes Minimum reduziert. Dazu beendet das S5 alle nicht benötigten Prozesse, schaltet auf eine schwarz-weiß Darstellung um und dient danach im wesentlichen nur zum Telefonieren und SMS schreiben. Belohnt wird man durch extrem lange Standby-Zeit. Sehr praktisch, wenn man unterwegs ist und bei niedrigem Akkustand noch länger erreichbar bleiben muss.

Konnektivität und Funkverbindungen

Hier lässt das Galaxy S5 keine Wünsche offen. Es beherrscht alle aktuellen Funkstandards: UMTS, LTE und WLAN nach ac-Standard. Darüber hinaus bietet es eine USB-3.0-Schnittstelle, NFC und einen IR-Sender.
Die Geschwindigkeit bei drahtlosen Downloads kann man mit dem sogenannten „Download-Booster“, der LTE und WLAN bündelt, weiter beschleunigen. Berücksichtigt man aber die derzeitigen LTE-Tarife, kommt diese Option wohl nur in Ausnahmefällen in Frage.
Die Empangsleistung im Mobilfunknetz würde ich als sehr gut bezeichnen.
Insgesamt gibt es hier nicht zu meckern.

Audio

Musik-Player des Galaxy S5

Musik-Player des Galaxy S5


Die Sprachqualität des S5 ist beim Telefonieren, sowohl auf Empfänger- als auch auf Senderseite, recht gut. Der Gehäuselautsprecher erreicht eine hohe Lautstärke. Ein Hörgenuss mag sich jedoch nicht einstellen – dazu fehlt es dem winzigen Lautsprecher naturgemäß an Volumen.
Über angeschlossene Kopfhörer habe ich an der Tonqualität des Galaxy S5 nichts auszusetzen. Der Musikplayer bietet darüberhinaus auch vielfältige Moglichkeiten, den Sound per Equalizer an die eigenen Hörgewohnheiten anzupassen. Die beigelegten In-Ear-Ohrhörer sind brauchbar, aber nicht überragend.

Kamera

Samsung Galaxy S5 - Kamera
Ein weiteres Highlight des Galaxy S5 ist zweifelsfrei die Kamera. Samsung hat das Smartphone mit einer 16-Megapixel-Kamera ausgestattet, die Fotos bis zur Größe 5.312 x 2.988 Pixel aufnimmt. Bei Videos steht eine UHD-Auflösung, d.h. 3840×2160 Pixel, zur Verfügung. Die Frontkamera kann Full-HD-Video und Fotos mit 2-Megapixeln aufzeichnen.

Autofokus

Der Autofokus funktioniert schnell und zuverlässig, lässt bei schwierigen Lichtverhältnissen allerdings etwas nach. Auch bewegte Objekte werden recht sicher scharf gestellt.
Ich hätte mir jedoch eine geringere Naheinstellgrenze gewünscht. Makroaufnahmen sind so leider nur sehr eingeschränkt möglich.

Die Bildqualität

Fotos, die mit dem Galaxy S5 aufgenommen wurden, erscheinen detailreich und zeichnen sich durch kräftige, aber nicht unnatürlich übersättigte Farben aus. Besonders bei Tageslicht ist die Bildqualität beachtlich. Hier muss sich das Smartphone definitiv nicht vor einer besseren Kompaktkamera verstecken.
Bei kontrastreichen Motiven hilft die HDR-Funktion dabei, ein ausgewogenes, detailreiches Foto zu erhalten. Das Fotografieren bei schwierigen Lichtverhältnissen und schlechter Beleuchtung, z.B. in der Dämmerung, führt zu einem Detailverlust in den Aufnahmen. Leider geht die Rauschunterdrückung hier zu radikal vor – andere Smartphones beherrschen das besser.
Insgesamt liefert die Kamera aber sehr überzeugende Ergebnisse und es macht Spaß, mit dem Galaxy S5 zu fotografieren.

Video

Das Galaxy S5 kann sogar Video in Ultra-HD-Auflösung, d.h. 3840×2160 Pixel, aufzeichnen. Leider besitze ich keinen Fernseher oder Monitor, der diese Auflösung nativ darstellen könnte. Ich kann daher zur Qualität der Videos keine Aussage treffen. Man sollte jedoch beachten, dass im UHD-Videomodus einige Funktionen nicht zur Verfügung stehen. Der Dual-Camera-Modus, HDR, Effekte, Remote-Sucher und das Aufnehmen von Fotos während der Videoaufzeichnung können hier nicht genutzt werden.
Da nur die wenigsten Smartphone-Nutzer derzeit über entsprechende Anzeigegeräte verfügen werden, bleibt die UHD-Auflösung ein nettes Gimmick ohne echten Nutzen.
Videos in Full-HD-Auflösung zeichnen sich durch kräftige Farben und eine detailreiche Darstellung aus. Der Autofokus reagiert gut, könnte allerdings in manchen Situationen etwas schneller sein.
Gerade beim Filmen bietet die HDR-Funktion einen echten Mehrwert. Damit gelingt es, auch schwierige Beleuchtungssituationen mit hohen Kontrasten so abzubilden, dass Schattenbereiche noch Details aufweisen und Lichter nicht “ausfressen”, also ohne Zeichnung dargestellt werden.
Die Videoqualität gefällt mir sehr gut. Das Material, das ich mit dem Galaxy S5 aufgenommen habe, wirkt auch auf einem 50-Zoll-Full-HD-Fernseher scharf und detailreich. So sollte es sein.

Automatiken und Effekte

Die Kamera-App unterstützt den Nutzer mit vielen sinnvollen Automatiken und Effekten. Exemplarisch möchte ich hier die Modi „Selektiver Fokus“ und „Shot & More“ nennen.

Selektiver Fokus

Vor allem aus der Spiegelreflexfotografie ist ein Look bekannt, bei dem nur ein Bildbereich scharf abgebildet wird und der übrige Teil des Bildes in Unschärfe verschwindet. Üblicherweise wird dies mit weit geöffneter Blende und langer Brennweite realisiert. Physikalische Gründe (im Zusammenhang mit der geringeren Sensorgröße) sorgen dafür, dass Smartphones nicht denselben Effekt erzielen können.
Mit dem Aufnahmemodus “Selektiver Fokus” ist es nun aber möglich, einen ähnlichen Look auch mit dem S5 zu erreichen. Man muss nur darauf achten, nah an einen Bildbereich im Vordergrund heranzugehen (< 50cm). Andere Objekte im Bild sollten dabei deutlich weiter entfernt sein.
Beim Auslösen nimmt die Kamera dann mehrere Fotos auf, bei denen jeweils auf verschiedene Bildbereiche fokussiert wird. Um gute Ergebnisse zu erzielen, sollte man unbewegte Motive bevorzugen und darauf achten, das Smartphone ruhig zu halten. Nach der Aufnahme kann man auswählen, ob im fertigen Foto der Vordergrund, der Hintergrund oder der ganze Bildbereich scharf abgebildet sein soll. Mit etwas Übung gelingen hier sehr ansehnliche Fotos, die man vorher nicht mit einer Smartphonekamera hinbekommen hat. Gefällt mir gut.

Shot & More

Hinter diesem Modus verbergen sich mehrere nützliche Funktionen, die alle darauf basieren, dass die Kamera beim Drücken des Auslösers einige Aufnahmen in schneller Abfolge macht, die anschließend mit einem Effekt versehen werden können.
Zur Auswahl stehen:

Bestes Foto: Hier kann man sich das gelungenste Bild aus der Reihe aussuchen – das S5 macht ebenfalls einen Vorschlag.

Best Face: Bei Gruppenaufnahmen ist es besonders schwierig, alle Personen mit einem ansprechenden Gesichtsabdruck festzuhalten. Eine blinzelt, der nächste schaut weg… Mit Best Face kann man sich aus verschiedenen Fotos die besten Gesichter aller Personen zusammenstellen und so zu einem stimmigen Bild zusammensetzen.

Radierer: Das Brandenburger Tor tagsüber ohne Touristen fotografieren? Kein Problem. Mit der Radierer-Funktion werden unerwünschte Personen aus dem Foto entfernt.

Drama-Aufnahme: Ermöglicht das Festhalten eines Bewegungsablaufs in einem Bild, ähnlich einer Stroboskop-Aufnahme.

Panoramaschwenk: Mit diesem Effekt kann man im Foto einen Bewegungseindruck, wie bei einem Mitzieher-Foto, erzielen.

Insgesamt eine sehr vielseitige Funktion, die zum Spielen einlädt.

Fingerabdruck-Scanner

s5_fingerabdruckscanner
Im Vergleich zu seinen Vorgängermodellen bietet das Samsung Galaxy S5 ein komplett neues Feature: den Fingerabdruckscanner. Dieser befindet sich im Homebutton unterhalb des Touchscreens und kann dazu genutzt werden, das Smartphone zu entsperren. Darüber hinaus kann der eigene Fingerabdruck auch beim Einloggen in das Samsung-Konto oder zum Bezahlen mit Paypal eingesetzt werden.
Zunächst muss man einen oder mehrere Finger einlesen. Zusätzlich ist es erforderlich, ein (nicht zu einfaches) alternatives Passwort einzurichten. Sollte das Entsperren mittels Fingerabdruck einmal nicht gelingen, kann man stattdessen das vorher definierte Passwort eintippen. Gerade bei nassen Fingern, Verletzungen an der Fingerkuppe o.ä. kann das vorkommen.
Meistens gelingt das Entsperren des Samsung Galaxy S5 mit dem hinterlegten Fingerabdruck. In jedem Fall sollte man aber darauf achten, seinen Finger gerade und in der richtigen Geschwindigkeit über den Scanner zu ziehen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die Erkennungsrate steigern kann, wenn man den selben Finger zweimal im Samsung S5 hinterlegt. Dabei sollte man den Winkel, mit dem man den Finger über den Scanner zieht, und die Fingerhaltung leicht variieren.
Mit einem anderen Finger ließ sich der Scanner bisher nicht austricksen.
Man sollte aber nicht unerwähnt lassen, dass das Verwenden von Fingerabdrücken zur Sicherung des Smartphones nur einen begrenzten Schutz bietet. Natürlich ist das vollkommen ausreichend, wenn man nur verhindern möchte, dass andere bei kurzer Abwesenheit im Smartphone “herumschnüffeln”. Sollte das Smartphone aber gestohlen werden, lässt sich die Sperre wahrscheinlich aushebeln. Ein Smartphone mit Touchscreen ist üblicherweise übersät mit Fingerabdrücken seines Besitzers. Mit einfachen Mitteln kann man diese Abdrücke sichern und daraus einen “Finger” herstellen, der das Smartphone anschließend entsperrt. Auf eine Anleitung dazu verzichte ich mal – aus nachvollziehbaren Gründen 🙂
Verwendet man biometrische Merkmale, wie Fingerabdrücke, zur Identifikation, sollte man auch Datenschutzbedenken berücksichtigen. Speichert Samsung möglicherweise den kompletten Abdruck oder nur einige Identifikationsmerkmale? Werden die Daten nur auf dem Smartphone oder auch auf Servern im Netz hinterlegt?
Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass ich Samsung vertrauen muss – ich kann jedenfalls nicht überprüfen, was mit meinen Daten geschieht. Man sollte sich daher überlegen, ob der Komfortgewinn durch das Entsperren per Fingerabdruck es wert ist, das Risiko eines Missbrauchs der biometrischen Daten einzugehen.

Leider ist auch die Umsetzung des Fingerabdruckscanners nicht ganz optimal. Samsung setzt auf einen Scanner – der Finger wird also zeilenweise abgetastet. Möchte man das Smartphone entsperren, muss man erst den Homebutton drücken und dann den entsprechenden Finger über den Scanner ziehen. Unterwegs gelingt das nur mit beiden Händen. Die Zeitersparnis hält sich, verglichen mit der Eingabe einer PIN bzw. eines Passworts, in Grenzen.
Apple hat das beim iPhone 5s, meiner Meinung nach, deutlich besser gelöst. Hier erfasst der Sensor den gesamten Fingerabdruck in einem Vorgang. Ein Druck mit dem (richtigen) Finger auf den Homebutton genügt also schon zum Entsperren des iPhones.

Staub- und wasserdicht

Samsung Galaxy S5 im Regen
Wasser ist der natürliche Feind hochwertiger Elektronik. Sieht man einmal von speziellen Outdoor-Geräten ab, bedeutete der Kontakt mit größeren Mengen Wassers zumeist das gewaltsame Ende eines Smartphones. Glücklicherweise haben inzwischen einige Hersteller erkannt, dass es durchaus einen erheblichen Mehrwert darstellt, wenn man sein Telefon nicht vor jedem Regentropfen in Sicherheit bringen muss.
Das Galaxy S5 ist nach IP67 zertifiziert, d.h. es ist staub- und wasserdicht (bei Untertauchen für bis zu 30 Minuten in bis zu 1m Wassertiefe). Sieht man sich das Smartphone genauer an, fallen einem an mehreren Stellen die Maßnahmen ins Auge, die Samsung zum Schutz des Geräts ergriffen hat. Der Micro-USB-Anschluss befindet sich am unteren Ende des Smartphones hinter einer Klappe, die mit einer Gummidichtung versehen ist. Nimmt man die Rückseite des S5 ab, sieht man eine Dichtlippe, die den Bereich um Akku, Sim- und Speicherkarte abdichtet. Der Headsetanschluss, Lautsprecher, Mikrofon, Kamera und Pulsmesser sind offenbar so ausgeführt, dass sie nicht zusätzlich gegen eindringendes Wasser geschützt werden müssen.
Meiner Meinung nach ist die Abdichtung gegen Staub und Wasser ein sehr gutes Feature und ich würde es begrüssen, wenn noch mehr Smartphones derart ausgestattet wären.

Abdeckung des MicroUSB-Ports

Abdeckung des MicroUSB-Ports


Dichtlippe im Akkufachdeckel

Dichtlippe im Akkufachdeckel

Fitness

S Health App
Zu den Neuerungen des Galaxy S5 zählt der integrierte Pulsmesser auf der Rückseite des Geräts. Er besteht aus einem Sensor und einer roten LED. Legt man dort einen Finger auf und startet die Messung in der S-Health-App, dann beleuchtet die LED den Finger und der Sensor kann auf diese Weise die Pulsfrequenz messen. Mir erschließt sich der Sinn eines zusätzlichen Sensors allerdings nicht. Im Play Store sind bereits Apps erhältlich, die ähnliches mit der Smartphone-Kamera und dem LED-Blitz leisten – das funktioniert übrigens auch beim S5. Eine höhere Genauigkeit konnte ich bei meinen Versuchen auch nicht feststellen. Meiner Meinung nach ist der separate Pulsmesser also nur ein Marketingargument.
Die bereits erwähnte S-Health-App kann zur Trainingsüberwachung verwendet werden. Dazu werden Messdaten des Galaxy S5 oder zusätzlich die eines Wearables, wie z.B. der Gear 2, erfasst. Trainingsfortschritte können so nachvollzogen werden. Es stehen Programme für verschiedene Sportarten bereit, die den Nutzer beim Erreichen eines Workout-Ziels unterstützen.
Insgesamt gefallen mir die App und die angebotenen Fitness-Funktionen recht gut. Es stört mich aber, dass ich das Smartphone, z.B. beim Laufen, mitnehmen muss, um die Trainingsparameter zu erfassen. Hier wäre ein Wearable mit eingebauter GPS-Funktion praktischer.

Benutzeroberfläche

Menü des S5
Das Galaxy S5 wird mit Android 4.4.2 und der aktuellen TouchWiz-Oberfläche von Samsung ausgeliefert.
Der Sperrbildschirm, Homescreen, Icons und Menüs wurden im Vergleich zu Vorgängerversionen kräftig überarbeitet. Besonders die Icons sehen jetzt einheitlicher und gefälliger aus. Leider ist das Einstellungsmenü recht unübersichtlich geraten, da alle Optionen in einer langen Liste dargestellt werden, die nicht sinnvoll strukturiert ist. Man kann – bei Bedarf – aber zu einer anderen Menüansicht wechseln.
Insgesamt lässt sich das S5 mit Touchwiz gut bedienen. Manchmal wirkt die Vielfalt der Einstellungsmöglichkeiten etwas überfordernd. Die Samsung-typische Optik durch große Widgets etc. kann nach den eigenen Vorstellungen umfassend angepasst werden. Hinzugekommen ist „MyMagazine“, eine Flipboard-Variante zum Lesen von News, erreichbar auf einem eigenen Screen.
Herstellerspezifische Benutzeroberflächen wie Touchwiz (oder z.B. Sense von HTC) bleiben eine Geschmackssache. Zusammenfassend würde ich das Look-and-Feel aber durchaus als gelungen bezeichnen.

Fazit

Mit dem Galaxy S5 hat Samsung ein gutes Smartphone abgeliefert. Es bietet aktuelle Technik, gute Performance, ein tolles Display und eine sehr gute Kamera in einer zweckmäßigen Verpackung. Mir fehlt allerdings etwas die Innovation bzw. ein Alleinstellungsmerkmal. Die neuen Fitness-Funktionen und der Fingerabdruck-Scanner (beide etwas halbherzig umgesetzt) führen bei mir jedenfalls nicht zu einem unmittelbaren Haben-Wollen-Reflex.
Leider hält Samsung auch an seiner Designsprache und Materialwahl fest. Andere Smartphone-Hersteller beweisen hier mehr Mut und bieten aktuelle Modelle, die das S5 im Hinblick auf Gestaltung und Wertigkeit deutlich übertreffen. Letztendlich muss jeder Käufer den Stellenwert dieser Kriterien für sich selbst bewerten. Ich erwarte allerdings von einem Oberklasse-Smartphone, dass es auch danach aussieht.
Insgesamt bietet das Samsung Galaxy S5 aber ein sehr gutes Gesamtpaket und zählt damit sicher zu den derzeit besten Smartphones am Markt. Ich würde mit einem Kauf allerdings noch etwas warten, bis der Marktpreis weiter gefallen ist.

+ Pro

  • hervorragendes Display
  • sehr gute Kamera
  • staub- und wasserdicht
  • Performance
  • Akkulaufzeit/Energiesparmodi
  • geringes Gewicht, dünn
  • gutes Gesamtpaket

= Neutral

  • Fingerabdruckscanner
  • Pulsmesser
  • Design

– Negativ

  • Haptik
  • Klappe am USB-Anschluss wirkt nicht besonders langlebig